So schmeckt uns das Hopfmeister Costa Rican Road Trip
Bewertung von Christian
Dieses Pale Ale, welches wir gerade vor uns haben, ist eins der Art Double Dry Hopped (DDH). Das verspricht schonmal einen hohen Hopfenanteil im Bier, was mir eigentlich gelegen kommt.
Im Antrunk schmeckt man zunächst mal eine ordentliche Fruchtnote von Mango und Maracuja. Schnell mischt sich aber im Haupttrunk für mich wieder dieses Veilchen-/Lavendelaroma der Viola-Bonbons unter. Wenn uns hier einer auf die Sprünge helfen kann, wie man diese Geschmacksnote richtig bezeichnet, gerne in den Kommentaren etwas dazu hinterlassen.
Natürlich ist der Körper aufgrund des hohen Hopfenanteils sehr vollmundig. Die Rezenz ist ordentlich, so dass hier ein durchaus frisches Trinkerlebnis bleibt. Gerade im Abgang merkt man dann, wie das Bier im Mund wirklich trocken abgeht. Dazu packt es so richtig die Bitternoten aus, die wirklich kräftig durchschlagen und auch wirklich eine ziemliche Weile im Mund verweilen.
Hier muss ich sagen, einerseits finde ich dieses Bier wirklich spannend und abwechslungsreich. Es wandelt wirklich so 1-2 Male die Richtung des Geschmacks, so dass man wirklich gefühlt die gesamte Geschmackspalette einmal mitnimmt. Andererseits ist mir dieses Aroma von Veilchenblüten (oder wie auch immer man das nennt) doch etwas zu “seifig”. Es wird zwar keineswegs unangenehm, aber mir reicht es dann auch irgendwann, zumal die Trockenheit im Abgang natürlich für Nachdurst sorgt. Insofern geb ich hier passable 7 Punkte für dieses DDH Pale Ale.
Bewertung von Mirco
Das Costa Rican Road Trip Pale Ale steht vor mir und wartet darauf, getrunken zu werden. Nun möchte ich das Bier nicht zu lange quälen und gebe ihm gerne die Chance auf eine Top-Bewertung – schauen wir mal!
Erst einmal riecht es ein wenig nach Parfümerie. Die Duftnoten sind zwar fruchtig, tropisch, exotisch und lassen Mango, Maracuja, Papaya oder Ananas erkennen, haben aber hier im Speziellen auf etwas „Künstliches“ an sich, was mich immer an industrielle Duftstoffe erinnert. Ist natürlich auf gar keinen Fall so, aber es riecht schon recht spannend.
Der Antrunk: Leicht, süffig, durstlöschend, frisch und recht spritzig. Der zitruslastige und tropische Geschmack kommt sofort durch. Im Haupttrunk schmecke ich dann in der Tat nur noch Fruchtaromen. Aber Achtung, es folgt der Abgang! Hier ist es quasi so, als hätte jemand alle Bitterstoffe aus einer Grapefruit oder Ananas herausgefiltert, gemischt, noch weiter verbittert und die Intensität danach noch verdreifacht 😉 Die Bitterkeit zieht einem zum Ende hin wirklich die Freundlichkeit aus dem Gesicht, ähnlich einer sehr bitteren Orange oder Mandarine. Dieses Aroma bleibt auch relativ lange im Mund.
Betrachtet man das Geschmackserlebnis als Zeitspanne, sind die Fruchtaromen quasi zu 80% die dominierenden Noten. Die Bitterkeit hat nur einen kurzen Auftritt – dafür den, der im Gedächtnis bleibt. Als steht es 87 Minuten lang 0:0 und dann kommt Zlatan Ibrahimovic auf den Platz und knallt dir 3 Buden rein und das Spiel ist aus. Wahnsinn!
Mir persönlich vielleicht eine Nummer zu groß. Also das Bier. Die 3 Tore hätte ich auch gemacht. Ich bin hier, trotz der krassen Bitterkeit, aber immer noch bei 6,5 Punkten. Ein Bier, das ich jederzeit gerne wieder trinken würde, aber nicht den ganzen Abend lang.
Hopfmeister Costa Rican Road Trip im Geschmacksprofil
Farbe: Gelb-Gold
Trübung: trüb
Schaum: viel · langanhaltend
Intensität: mittel bis stark
Balance: fruchtig, Grapefruit, Maracuja, Mango
Kohlensäure: mittel
vollmundig, fruchtig
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Das ist echt ein Bier nach meinem Geschmack! Ihr macht das super, aber wer ist Zlatan Ibrahimovic?