Winkler Bräu Helfenberger Hell auf einen Blick
Helles · Winkler Bräu GmbH & Co. KG | Privatbrauerei | Familie Böhm & G. Winkler
So schmeckt uns das Winkler Bräu Helfenberger Hell
Bewertung von Christian:
Das Helle ist gelb bis leicht golden und bietet beim Einschütten erstmal viel Schaum, der jedoch eher grobporig ist und daher nicht ganz so stabil auf dem Bier stehen bleibt. Der Antrunk ist eher etwas schal, aber durchaus weich. Die Kohlensäure geht dem Bier hier doch ziemlich ab, schade. Geschmacklich merkt man sofort eine milde Süße, die leicht fruchtige Züge aufweist. Nach und nach macht sich etwas die Herbe breit, ohne aber wirklich dominant zu sein. Der Abgang ist dann noch immer leicht herb, aber durchaus mild abklingend. Sonderlich trocken erscheint das Bier nicht, genauso wenig bleibt besonders lang ein Aroma auf der Zunge erhalten.
Hier haben wir irgendwie ein Helles, so wie man sich das vorstellt. Einerseits eben eine süffige leichte Malzsüße zu Beginn und dann kommt etwas mehr den Hopfen durch. Natürlich typisch für ein Helles, eher ziemlich mild und dadurch auch leicht, aber eben auch etwas langweilig. Mein größter Kritikpunkt hier ist aber ganz klar die Kohlensäure. Das ist mir hier doch zu wenig und mindert leider ein wenig das Trinkerlebnis. Gerade, weil ich Helle auch immer mit Sommer, Biergarten und dem entsprechenden Durstlöschfaktor verbinde, den ich hierbei nur so bedingt habe. Trotzdem ein schönes Bier, welches mir absolut passable 7 Punkte wert ist.
Bewertung von Mirco:
Welche eine Schaumüberraschung: Erst bildet sich im Glas ziemlich viel Schaum, doch sodann verschwindet er nach kurzer Zeit wieder. Die Haltbarkeit ist also eher mittelmäßig. Dennoch schaut das Bier recht ansprechend an, so dass man gerne zugreifen möchte. Was auffällt, ist die doch recht zurückhaltende Kohlensäure. Nicht falsch verstehen: Auch wenn die Kohlensäure nicht sonderlich stark vertreten ist, so ist die Rezenz dennoch sehr angenehm. Ganz feinperlig, sehr human und zurückhaltend. Das passt für ein Helles aber auch gut. Schließlich soll man helle Biere auch in sportlicher Geschwindigkeit und in großen Zügen trinken, damit sie nicht zu schal werden und damit man eine möglichst große Menge in kurzer Zeit trinkt (viele Grüße an den Bierkönig/Ballermann).
Es ist und bleibt ein Bier gegen den Durst: Etwas malzig, etwas frisch, leicht grasig und ein wenig hopfen-bitter. Alle Aromen sind nicht sonderlich intensiv und auch nicht zu stark ausgeprägt. Das sorgt für eine gute (und vor allem schnelle) Trinkbarkeit des Bieres. Ich merke an meiner eigenen Trinkgeschwindigkeit, dass ich dieses Bier deutlich schneller trinke als andere Kandidaten von Winkler Bräu. Die leichte Süße bzw. Malzsüße im Bier sorgt dafür, dass es nicht zu anstrengend wird und man auch große Schlucke zu sich nehmen kann. Hinten raus kommen leicht bitter-herbe Noten durch, die dem Bier noch etwas mehr Aromatik und “Charakter” verleihen. Allerdings bleiben die Noten so dezent, dass sie sich nicht auf Kosten der Trinkbarkeit auswirken.
Es ist ein Helles, wie man es sich im Grunde vorstellt. Ich habe bei diesem Bier relativ wenig zu meckern. Einzig die grasigen Noten sind einfach nicht mein Geschmack, auf eine objektive Bewertung hat das jedoch keinen Einfluss. Subjektiv fehlt (für meinen Geschmack) hier natürlich ein Punkt. Ich komme im Fazit auf genüssliche 8 Punkte und würde mir dieses Bier jederzeit wieder einschenken.
Winkler Bräu Helfenberger Hell im Geschmacksprofil
Farbe: Gelb-Gold
Trübung: blank
Schaum: sehr viel · mittel
Intensität: mittel
Balance: frisch, grasig, würzig, leicht bitter-hopfig, getreidig
Kohlensäure: sehr wenig
erfrischend, frisch grasig, hopfig, angenehm bitter, harmonisch
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Wir lieben Winkler! Ich selber komme aus Velburg beziehungsweise ich bin vor vielen Jahren hinzugezogen und fühle mich ganz wie ein Einheimischer. Das Bier trinke ich liebend gerne, mag aber das Pils am meisten. ++thewolf++