Schützenkönig Franz Josef Bayerisch Hell
Helles
Mirco 7,50/10
Schützenkönig Franz Josef Bayerisch Hell auf einen Blick
Helles · Eschenbacher Privatbrauerei GmbH
So schmeckt uns das Schützenkönig Franz Josef Bayerisch Hell
Bewertung von Christian:
Also Leute… ich bin ja bei diesem Etikett echt gespaltener Meinung. Einerseits passt es ja thematisch, dieser bärtige Typ mit dem Hut und der Armbrust in der Hand soll wohl der Schützenkönig Franz Josef sein und anhand der blau-weißen Rauten kann ich natürlich Bayern sofort zuordnen. Andererseits sieht das auch einfach billig gemacht aus, so nach dem Motto, lass uns mal schnell irgendetwas auf die Flasche bringen, was thematisch passt. Na gut, kommen wir mal zum Bier.
Das Bier zeigt sich gelbgold und hat eine stabile Schaumkrone. Der Geruch ist recht mild und leicht brotig, der Antrunk hat eine leichte Malzsüße, ist ansonsten aber eher mild. Leicht getreidige Noten merke ich im Haupttrunk. Den Abgang empfinde ich wieder recht mild-malzig. Die Herbe spielt hier eine sehr untergeordnete Rolle.
Ich weiß nicht wieso, aber ich finde zu diesem Bier keinen Zugang. Eigentlich sind Helle ja immer recht entspannt und süffig, aber hier tue ich mich doch etwas schwer mit. Es ist definitiv kein Helles, welches ich unbedingt öfter trinken muss. Im Notfall, wenn’s aber natürlich nichts anderes gibt, geht das auch klar, so will ich da mal nicht sein. Insofern komme ich leider auch nur auf 5 Punkte.
Bewertung von Mirco:
Der Schützenkönig Franz Josef Bayerisch Hell ist ein typisches Helles aus Bayern – das suggeriert natürlich direkt, dass wir es mit einem sehr milden und entspannten Kandidaten zutun haben, den man wunderbar im Bierzelt oder auf diversen bayerischen Festen und in Biergärten trinken kann. Auf dem Etikett ist Franz Josef abgebildet, der Schützenkönig.
Zitat: „Franz Josef war – der Überlieferung nach – Ende des 19. Jahrhunderts der älteste Sohn des Braumeisters der bayrischen Landbrauerei in Eschenbach. Als gestandener Bayern-Bursche war er natürlich auch Schütze im örtlichen Schützenverein. Flogen ihm schon die Herzen all der jungen Dirndl zu, so wollte er auch noch Schützenkönig werden.“ (https://www.franzjosefhelles.de/, Abruf am 23. April 2022).
Als er dann Bier für alle gebraut hat, hat sich der Name in der Folgezeit anscheinend durchgesetzt.
Es ist ein meiner Meinung nach ein recht typisches Helles, das kaum auffällige Geschmacksnoten offenbart. Es riecht minimal süßlich und leicht malzig, aber bleibt konsequent mild. Der Schaum war schon ganz nett anzusehen. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig, dafür aber relativ deutlich vertreten.
Der Geschmack bleibt vom Antrunk über den Haupttrunk bis hin zum Abgang konstant mild-süßlich/malzig. Ein Nachgeschmack entsteht meiner Meinung nach kaum. Es ist ein Helles, das man in Bayern wohl typischerweise ganz gerne trinkt. Die gesamte Aromatik bleibt aber auf einem überschaubaren Niveau. Dieses Bier ist in großen Schlucken relativ zügig genießbar, wenngleich die Kohlensäure doch recht intensiv erscheint, je öfter man zum Trinken ansetzt. Also ich kann hier insgesamt nicht klagen. Ich bin immer ein großer Fan von Hellen gewesen und kann auch dem Franz Josef einiges abgewinnen. Ich entsende 7,5 Punkte aus Mülheim an der Ruhr.
Schützenkönig Franz Josef Bayerisch Hell im Geschmacksprofil
Farbe: Gelb-Gold
Trübung: blank
Schaum: viel · langanhaltend
Intensität: schwach
Balance: süßlich, leicht malzig, mild
Kohlensäure: mittel bis viel
süffig, mild und bayerisch

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