Leikeim Hell auf einen Blick
Helles · Brauhaus Altenkunstadt Andreas Leikeim GmbH & Co. KG
So schmeckt uns das Leikeim Hell
Bewertung von Christian:
Erstmal fällt auf, dass Leikeim hier wieder ein recht aufgeräumtes Etikett anbietet. Wenig aufgeregt gewinnt es sicherlich keinen Schönheitspreis, aber geht auch nicht in die Bewertung negativ mit rein. Optisch macht das Bier dagegen einen sehr viel schöneren Eindruck. Schöne goldene Farbe, dazu sehr viel Schaum, der toll auf dem Bier posiert.
Während der Geruch noch eher mild und leicht würzig erscheint, kommt der Antrunk sehr kühl und frisch daher. Eine leicht malzige, etwas getreidige Geschmacksnote macht sich bemerkbar. Richtung Abgang merkt man dann eine leicht metallisch-herbe Note, mit der das Bier ausklingt. Insgesamt bleibt durchgängig aber die Kühle und Frische erhalten.
Einerseits haben wir hier ein Bier, welches im Antrunk durchaus anders daher kommt. Diese Kühle ist doch untypisch und das liegt weißgott nicht an der Kühlschranktemperatur. Andererseits kommt dieses Helle auch nicht so richtig aus dem Knick. Es ist mild und süffig, keine Frage. Aber davon abgesehen passiert hier nicht viel, auch die geringe Kohlensäure trägt zum besonders prickelnden Trinkerlebnis ein. Summa summarum haben wir hier also ein Bier vor uns, welches meiner Meinung nach Stärken und Schwächen hat, die sich quasi aufheben. Daher bin ich mit meiner Note auch genau im Mittelmaß unterwegs und gebe hier 5,5 Punkte.
Bewertung von Mirco:
Ui, spannend – wenn man einen ländlichen Geschmack definieren möchte, dann hat man ihn in diesem Bier gefunden. Das Leikeim Hell ist ein echter Klassiker und lässt sich absolut entspannt trinken: Völlig befreit von jeglicher Spritzigkeit, dafür aber mit erheblichem Schaum bedeckt. Wahnsinn, welch coole Schaumkrone sich hier ergibt. Man kriegt sie auch nicht weg. Ich merke nur, dass ich sie bei jedem Schluck im Bart hängen habe. Egal, schauen wir uns den Geschmack einmal genauer an.
Die Brauerei selbst sagt, dass das Bier fein-malzig und mild schmecken soll. Ja, das kann ich bestätigen. Eine leichte Herbe schwingt jedoch immer mit. Dazu gesellt sich vor allem im Haupttrunk eine leichte Malzsüße, die das Bier klar als ein Helles identifizierbar macht. Die Würzenoten sind schmeckbar, bleiben aber zu jeder Zeit recht dezent im Hintergrund – verstecken sich quasi hinter der Trinkbarkeit – denn eines ist klar: Man kann das Bier wirklich in kurzer Zeit weghauen. Wer sich innerhalb von wenigen Minuten oder Stunden wegschädeln möchte, braucht nur ein paar dieser Kanonen trinken und schon ist es passiert. Kann man trinken wie Wasser mit Geschmack.
Sagen wir mal so: Mir schmeckt das Teil ganz lecker und ich kann mich mit dem Leikeim Hell echt gut anfreunden. Ich muss aber auch aufpassen, dass ich nicht zu schnell trinke. Insgesamt ist das aber ein tolles Bier, das man ziemlich gut „wegtrinken“ kann. Malz und Hopfen sind hier sehr ausgewogen. Das Malz dominiert vielleicht ein bisschen. Die Milde überwiegt aber dennoch insgesamt. Ich lande bei ziemlich guten 8 Punkten.
Leikeim Hell im Geschmacksprofil
Farbe: Gold
Trübung: blank
Schaum: sehr viel · langanhaltend
Intensität: schwach bis mittel
Balance: würzig, leicht hopfig, leicht bitterherb
Kohlensäure: wenig
fein-malzig, mild
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