Bornem Dubbel
Belgian Strong Ale
Mirco 6,50/10
Bornem Dubbel auf einen Blick
Belgian Strong Ale · Brouwerij Van Steenberge
So schmeckt uns das Bornem Dubbel
Bewertung von Christian
Sind wir ehrlich…das Bornem Dubbel gehört zu einem der Kandidaten, die wir gefühlt schon ewig vor uns herschieben. Aber irgendwann müssen ja auch die “dicken Brocken” mal raus. Nützt ja alles nix 😉
Als erstes fiel mir beim Öffnen auf, dass ich recht starkes Gushing hatte. Also nix wie ab damit ins Glas. Da sieht es dann braun mit rötlichen Tönen hübsch aus, die Schaumbildung ist wirklich extrem. Schön feinporig, cremig und hellbraun in der Farbe.
Sowohl im Geruch als auch im Antrunk nimmt man zunächst die malzigen Noten wahr. Hier haben wir es nicht mehr mit einem milden Antrunk zu tun, sondern der hat es schon etwas in sich. Ich finde ich etwas schwer und schnell kommen auch etwas alkoholische Noten heraus. Etwas Würze merkt man in dem Bier auch und im Abgang nehme ich noch Röstaromen wahr, die aber erst sehr spät kommen. Man hat hier auch einen lang anhaltenden Nachtrunk.
Mir persönlich ist dieses Bier einfach zu schwer und diese Alkoholnote, die man oft aus den belgischen Bieren rausschmeckt, ist mir zu stark. Auch wenn es draußen kalt ist und man durchaus etwas schwerere Biere trinken kann, bin ich hier kein großer Fan. Insofern gebe ich hier auch nur 3,5 Punkte.
Bewertung von Mirco
Das Bornem-Dubbel bzw. Double – ein Bier, vor dem ich seit einiger Zeit Angst habe, denn es steht schon eine ganze Weile bei uns auf dem Verköstigungsplan. Nun ist der besagte Tag also gekommen und wir machen das feine Bierchen auf. Im Glas schaut es wirklich toll aus: Viel Schaum, sehr cremig/sämig und lange anhaftend am Innenrand des Glases. Dazu eine schöne, dunkle Farbe. Die Eckdaten stimmen also auf jeden Fall!
Im ersten Moment dachte ich: „Oh, das ist aber malzig und ganz schön kräftig“. Nach ein paar Schlucken meine ich, dass ich sogar einigermaßen fruchtige Noten herausschmecke, die mich in der Tendenz schon fast an ein IPA erinnern – wenngleich wir es hier natürlich mit einer deutlich kräftigeren Note zutun haben.
Es ist meiner Meinung nach ein ziemlich spannender, interessanter und auch gut gelungener Mix aus Malz, Bitterherbe und Fruchtigkeit. All das kommt hier zusammen. Dass es direkt über 7% Alkoholgehalt sein müssen, nun ja, sei’s drum. Im Abgang überwiegt im Übrigen wiederum die Malznote. Im Nachgeschmack wird es darüber hinaus sogar noch ein bisschen röstig. Beim Trinken selbst ist mir das gar nicht aufgefallen. Wenn man das Glas aber absetzt und den Geschmack ein wenig wirken lässt, so kommen ein paar röstige Noten „hinten raus“ ganz gut durch.
Insgesamt aber eine wirklich coole Aromen-Mischung, die mir tatsächlich zusagt. Problem bei der Kiste hier: Die 7% Alkohol sollte man nicht zu schnell trinken, schließlich hat es dieselben Umdrehungen wie ein Mädchen-Wein… auf der anderen Seite geht das Ding hier ganz gut runter – oder kommt vielleicht auch gerade zur rechten Zeit, wer weiß das schon. Meine Trinkgeschwindigkeit ist, so viel kann ich sagen, für diese Zutatenliste, deutlich zu schnell. Macht nichts. Ich lande soliden und vernünftigen 6,5 Punkten für ein Bier, das eigentlich nicht mein Geschmack ist. Umso wertvoller ist dieser Bewertung einzuschätzen.
Bornem Dubbel im Geschmacksprofil
Farbe: Kupfer-Bernstein
Trübung: opal
Schaum: sehr viel · langanhaltend
Intensität: mittel
Balance: malzig, leicht süßlich
Kohlensäure: mittel
ausgewogen, kräftig, würzig, schokoladig

Wie schmeckt euch das Bornem Dubbel?
Bewertet das Bier und vergleicht eure Meinung mit anderen Bierfans.



