Waldhaus Ohne Filter naturtrüb
Waldhaus Ohne Filter naturtrüb auf einen Blick
Zwickel-/Kellerbier · Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH
So schmeckt uns das Waldhaus Ohne Filter naturtrüb
Bewertung von Christian
Das Waldhaus ohne Filter ist logischerweise trüb. Hier wurde eben auf die Filtration verzichtet und das verleiht einem Bier immer einen urigen Charakter. Farblich ist das Bier satt gelb, die Blume würde ich als durchschnittlich ausgeprägt aber stabil bezeichnen.
Der samtige Antrunk des Bieres ist sehr gefällig. Eine leichte fruchtige Süße ist zu Beginn zu schmecken. Etwas malzaromatisches nimmt man wahr, aber das bleibt sehr dezent im Hintergrund. Ab der Mitte kommt eher der Hopfen durch, der dem Bier eine herbe Note verleiht und die auch bis zum Abgang bestehen bleibt. Dort allerdings klingt es eher recht mild, dafür ein wenig trocken aus.
Hier ist es Waldhaus gelungen, ein süffiges, leckeres Bier zu brauen, welches einerseits recht mild erscheint, andererseits auch doch hier und da Aromaspitzen mit sich bringt, die dem Bier eben einen eigenen Charakter geben. Dazu die samtig, fast cremige Konsistenz, die mir persönlich gut gefällt. Die Kohlensäure ist zwar nicht übermäßig, aber sehr stimmig zum restlichen Trinkerlebnis. Persönlich gefällt mir das Bier sehr gut, gerade der doch etwas herbe Ausklang mit dem zu Beginn eher leicht fruchtig-süßen Aroma finde ich hier gut. Insofern gebe ich dem Waldhaus hier auch ungefilterte 8,5 Punkte.
Bewertung von Mirco
Ein Bier, dessen Kronkorken mit einer Aluminium-Banderole ummantelt ist – wie schön, das sieht man im Grunde auch eher selten. Den Sinn und Zweck habe ich zwar nie so ganz verstanden, aber es hat sicherlich einen gewissen Wiedererkennungswert (vielleicht war das ja der Sinn und Zweck…). Das Zwickel- bzw. Kellerbier von Waldhaus fällt erst einmal durch einen fruchtigen und malzigen Geruch auf. Eine feine Kombination, die wir in letzter Zeit immer öfter bei so manchen Bieren vorfinden.
Ich finde insgesamt, dass wir es hier mit einer richtig tollen Aromen-Kombination zutun haben, die man vor allem im Antrunk und im Haupttrunk schmeckt: Das Bier ist frisch-fruchtig, dabei aber gleichzeitig leicht malzig und auch leicht hopfig. Hier hat man versucht, sämtliche Aromen „einzubauen“, um ein möglichst kompaktes und gefälliges Bier zu zaubern. Das hat einigermaßen gut geklappt. Der typisch „muffig-bodige“ bzw. lagernde Kellerbier-Geruch ist hier überhaupt nicht vorhanden. Der Hopfen stielt dem Malz ein wenig die Show, denn leichte Bitternoten kommen hinten raus durch, die sicher auf den Hopfen zurückzuführen sind.
Insgesamt zeigt das Waldhaus „Ohne Filter naturtrüb“ wirklich einen spannenden Aromenmix und ein sehr vielfältiges Bier. Zum einen deckt es natürlich jedermanns Geschmack „irgendwie“ ab und trifft keine bestimmte Kategorie, zum anderen schmeckt es aber doch so speziell, dass es sicherlich nicht jedem schmeckt. Schwierig einzuschätzen. Mein persönlicher Eindruck ist da wesentlich einfacher: Ich trinke das Bier wirklich sehr gerne und schließe auch aufgrund meiner Trinkgeschwindigkeit auf eine echt gute Bekömmlichkeit. Das Ding würde ich mir jederzeit wieder bestellen. Feine 8,5 Punkte gibt’s von mir.
Waldhaus Ohne Filter naturtrüb im Geschmacksprofil
Farbe: Gelb
Trübung: trüb
Schaum: mittel · mittel bis langanhaltend
Intensität: schwach bis mittel
Balance: leicht fruchtig, leicht malzig
Kohlensäure: mittel
erfrischend, fruchtig, dezent hopfig, leicht malzig
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