Moritz Fiege Schwarzbier
Schwarzbier
Mirco 8,00/10
Moritz Fiege Schwarzbier auf einen Blick
Schwarzbier · MORITZ FIEGE GmbH & Co. KG
So schmeckt uns das Moritz Fiege Schwarzbier
Bewertung von Christian:
Mal wieder ein Bierchen aus der Umgebung, genauer aus Bochum. Heute im Test das Schwarzbier aus dem Hause Moritz Fiege. Es ist optisch wenig überraschend sehr dunkel bzw. schwarz und es bietet eine schöne Schaumkrone an. In der Nase merke ich sehr deutlich süßliche, malzige Aromen, aber auch etwas Fruchtiges. Gleich im Antrunk bekommt man die Süße des Malzes zu schmecken, allerdings ist dies tatsächlich noch weniger, als ich es aufgrund des Geruchs erwartet hätte. Die Fruchtnoten bestätigen sich meines Erachtens im Geschmack nicht so sehr. Vielleicht ist hier etwas leicht Beeriges drin, kann es aber nur schwerlich genauer identifizieren. Nach und nach merkt man Röstaromen. Da wir dieses Bier aber direkt nach einem Altbier trinken, muss ich tatsächlich sagen, dass diese deutlich milder ausfallen, als noch beim Alt. Man merkt aber auch eine leichte Würze, die so nach und nach präsenter wird und dem Bier dann noch etwas mehr Körper verleiht.
Also so ganz vom Hocker reißt mich das Bier nicht. Irgendwie ist es durchweg doch eher süß als röstig oder sonst was. Da rettet auch die Würze nur bedingt etwas. Die Kohlensäure ist jetzt auch eher unterdurchschnittlich. Das klingt jetzt böse, so schlimm ist es dann auch nicht, aber um eben eine wirklich gute Note zu bekommen, muss man schon irgendwie besonders hervorstechen und das tut dieses Bier eben nicht. Daher bekommt das Moritz Fiege von mir auch eine relativ passable, aber eben wenig herausstechende Punktzahl von 6,5 Punkten.
Bewertung von Mirco:
Moritz Fiege stammt aus Bochum – also hier direkt aus der Nähe. Daher müsste es im Grunde direkt einen Pluspunkt bekommen – also allein aus Gründen der Heimatverbundenheit. Dennoch versuche ich mich nun an einer ehrlichen und authentischen Bewertung.
Was sofort auffällt, ist der sehr süß-malzige Geruch. Dabei sind es nicht mal die Malznoten, die so sehr auffallen, sondern vor allem die Süße, die ich geruchstechnisch erkenne. Komischerweise schwächt dies im Geschmackstest deutlich ab. Geschmacklich bleibt das Bier natürlich immer noch malzig-süß, allerdings auf gar keinen Fall so stark, wie zuvor wahrgenommen. Erstaunlicherweise kann man das Schwarzbier recht gut und entspannt trinken.
Es bildet sich echt ultra-viel Schaum, auch wenn dieser auf normalem Wege wieder verschwindet. Erst einmal steigt mir die Schaumkrone in die Nase: Cremig, samtig und vor allem beigefarben. Der Geschmack sagt mir im Anschluss echt zu, was überraschend für ein Schwarzbier ist. Ich finde das Bier sehr gefällig – und es ist echt locker trinkbar. Man erwartet beim Anblick des Bieres ehrlich gesagt etwas mehr „Power“ dahinter – die fehlt hier ein bisschen. Stattdessen ist es gut trinkbar. Ich glaube, dass man sich bemüht hat, ein möglichst allgemein-taugliches Schwarzbier zu brauen. Das ist in jedem Fall gelungen. Ich kann hier absolut nicht klagen und sende 8 Punkte nach Bochum – obwohl ich in Mülheim an der Ruhr wohne, in Duisburg arbeite und meine Frau aus Essen kommt. Der Ruhrpott hält einfach zusammen ^^.
Moritz Fiege Schwarzbier im Geschmacksprofil
Farbe: Schwarz
Trübung: blickdicht
Schaum: sehr viel · mittel bis langanhaltend
Intensität: mittel bis stark
Balance: süß, malzig, leicht fruchtig
Kohlensäure: wenig
fein-würzig, malzig-süß, tiefgründig, edel

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