Waldhaus Diplom Pils
Pils
Mirco 9,00/10
Waldhaus Diplom Pils auf einen Blick
Pils · Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH
So schmeckt uns das Waldhaus Diplom Pils
Bewertung von Christian
Auch wenn ich nicht mehr zu den Diplomabsolventen gehört habe, fühle ich mich mit meinem Master (of Beerdrinking) zumindest ansatzweise angesprochen. Master Pils hätte aber auch was oder? 😉
Nun aber mal zum Bier. Das Pils erscheint recht hell, eher gelb als gold, dazu nehmen wir eine ganz geringfügige Trübung war. Im Antrunk ist das Bier geringfügig süß, schnell kommt jedoch eine Kräuternote hinzu. Die Würze ist jedoch ebenfalls nicht extrem ausgeprägt. Ebenso schmeckt man hier eine feine Herbe, die zum Abgang hin deutlich mehr wird, aber insgesamt doch noch sehr überschaubar ist. Das Mundgefühl ist recht schlank und spritzig frisch.
Aus meiner Sicht hatte ich, beim Blick auf die Homepage, vielleicht etwas mehr erwartet, ist doch auf der eigenen Bewertungsskala die Bitterkeit mit 8 von (vermutlich) 10 angegeben. Da bin ich aber ehrlich, jedes Pils aus dem Ruhrpott, geschweige denn aus Norddeutschland ist bitterer. Das soll diesem Pils aber hier nicht zur Last gelegt werden, denn insgesamt ist die Herbe ja schon deutlich zu schmecken und ist insgesamt auch schön in die anderen Aromen eingebunden. Hier gibt es an sich wenig zu meckern und steht dem Hellen sicher in nichts nach. Aber weil Pils für mich eben der Haus und Hof-Bierstil ist, bin ich da einen Schlag kritischer und vergebe dem Waldhaus Diplom Pils 8,5 Punkte.
Bewertung von Mirco
Das Diplom-Pils von Waldhaus steht heute auf dem Tisch: Ein Bier in einer netten Vichy-Flasche – das hat man auch nicht oft. Jetzt muss ich sagen, dass Christian und ich unserer Zeit mal einen Masterabschluss gemacht haben – das ist zu vergleichen mit einem Diplom. Daher sind wir auch berechtigt, dieses Bier zu trinken ;-).
Spoiler: Für ein Pils ist dieses Bier ganz schön süffig, sehr human und sehr gefällt. Bei einem Pilsener denkt man in der Regel an bitter-herbe Noten, die beim Diplom-Pils fast gar nicht rauskommen, wenn überhaupt, dann ganz dezent. Im Grunde ist das Bier von Antrunk bis Abgang süffig, leicht malzig und sehr gefällig. Das Bitter-Herbe schwingt immer dezent mit, rückt aber nicht in den Fokus.
Für Ruhrpottler, wie wir es sind, ist dieses Bier wahrscheinlich näher an einem Hellen, als an einem Pilsener dran, wie wir es kennen. Ich lese, dass das Diplom-Pils eine Auszeichnung nach der anderen abräumt und diverse Preise gewinnt. Ich kann die Lobeshymnen durchaus verstehen, denn auch mir schmeckt es echt gut und ich merke, dass meine Trinkgeschwindigkeit jenseits von Gut und Böse ist…
Es ist ein sehr gefälliger, ausgeglichener Aromenmix, der mir sehr zusagt. Ob ich es als klassisches Pilsener erkannt hätte, das sei mal dahingestellt. Es ist aber ohne Zweifel ein absolut leckeres, sehr gut trinkbares Bier, das zu jedem Anlass passt. Da ich partout nichts Negatives finde, was ich diesem Bier „ankreiden“ könnte, gibt es verdiente 9 Punkte.
Waldhaus Diplom Pils im Geschmacksprofil
Farbe: Gelb-Gold
Trübung: opal bis blank
Schaum: wenig bis mittel · mittel
Intensität: schwach
Balance: leicht malzig, leicht getreidig, leicht bitter-herb
Kohlensäure: mittel
bitter-herb, frisch, süffig

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