Gambrinus Premium 12
Pils
Mirco 5,00/10
Gambrinus Premium 12 auf einen Blick
Pils · Plzeňský Prazdroj (Brauereigruppe Asahi)
So schmeckt uns das Gambrinus Premium 12
Bewertung Christian
Dieses Bier habe ich wirklich noch nie gehört, dennoch haben wir es gefunden. Erstaunlich 😀 Zunächst fällt mal eindeutig die Farbe auf, die ist nämlich definitiv Pils-untypisch. Auch der Geschmack ist jetzt nicht typisch Pils obwohl es aus Pilsen kommt und nach Pilsener Braukunst gebraut wurde. Es ist also weniger hopfenlastig und dadurch nicht ganz so bitter-herb, sondern für mich deutlich mehr malzig im Geschmack. Wer meine Bewertungen kennt, weiß, dass das nicht gerade meine favorisierte Geschmacksrichtung ist. Ich würde das Gambrinus auch nicht als locker süffig bezeichnen, aber der Malzgeschmack ist auch nicht so intensiv, dass es unangenehm wird. Dennoch muss ich sagen, muss ich von diesem Bier tatsächlich nicht noch unbedingt mehr haben und ich denke auch, dass auf einer Feier dieses Bier nicht besonders viele Anhänger findet. Ich glaub, da könnte der ein oder andere sonst mit einem dicken Schädel aufwachen, aber das ist lediglich eine Vermutung. So oder so, ein Bier das nicht völlig versagt, aber mich eben auch nicht überzeugt.
Bewertung Mirco
Gambrinus Premium – ein klassisches Pilsener, was erstaunlicherweise sogar aus Pilsen stammt. Zugegeben, die Erwartungen waren relativ hoch, ganz einfach weil der alte, nette Mann mit Krone und Bierglas auf dem Emblem sowie auf dem Kronkorken so nett ausschaute. Und, was soll ich sagen, enttäuscht wurde ich grundsätzlich erst einmal nicht. Es ist ein relativ klassisches, angenehm zu trinkendes Pilsener mit einer (für deutsche Verhältnisse) eher untypischen Geschmacksnote, die ich kaum näher definieren kann. Was bleibt: Ein bisschen würzig, ein bisschen malzig, wenig Kohlensäure und im Grunde gar kein Schaum. Dieser löst sich nämlich schon nach einigen Sekunden komplett auf.
Mit meiner Bewertung tue ich mich in der Tat dieses Mal relativ schwer und ertappe mich im Corona-Zoom-Video immer dabei, wie ich quasi alle 2 Minuten einen Schluck nehme, um den Geschmack noch einmal neu zu bewerten. Kaum möglich. Auch wenn ich hier letztlich „nicht enttäuscht“ wurde, fehlt mir aber auch der Ausschlag in die höheren Punkte, da ich keine „Besonderheit“ bzw. kein „Highlight“ herausschmecke. Aus Verzweiflung (und weil ich als Amateur-Bierkonsument keine Ahnung habe), gibt’s von mir den neutralen Mittelweg: 5 Punkte.
Gambrinus Premium 12 im Geschmacksprofil
Farbe: Gold-Braun
Trübung: blank
Schaum: mittel · kurzanhaltend
Intensität: schwach bis mittel
Balance: tendenziell würzig-malzig
Kohlensäure: sehr wenig
würzig-hopfig, hopfenbitter

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Ich kann Carsten nur völlig zustimmen. Wer Tschechien kennt und mag, die Liebenswürdigkeit und Gastfreundschaft seiner Menschen, wird auch das Nationalgetränk anders verstehen lernen. Ich habe mir in D nun schon den 4. Kasten Gambrinus Premium 12° gekauft und bin noch immer schwer begeistert. Die erste Nase nimmt eine gewisse Hopfenwürzigkeit auf, verbunden mit einer raffiniert dezenten Süße durch das ausgezeichnete Malz, und diese Balance findet sich dann auch auf der Zunge wieder. Kein Bier zum Wegtrinken gegen den sommerlichen Durst, sondern eher für den langsamen Genuss am Abend im Wirtshaus oder daheim in Ruhe. Für mich ist das Gambrinus Premium das perfekte Feierabendbier schlechthin, vor allen Kozels oder Staropramen-Varianten, die mir zu glatt daherkommen. Einzig ein Budweiser von Fass könnte auf gleichem Niveau liegen, ist aber, ähnlich wie das Pilsener Urquell, eine andere Geschmacksrichtung und somit eigentlich nicht vergleichbar. Andere malzbetonte Biere wie das Kozel Cerny oder so manches deutsche Porter werden gezuckert, was ich als Panscherei bezeichnen würde (deshalb kommt das Kozel auch mit schlanken 3,8% daher) und aufgrund schwächerer Stammwürze zu geringerer Geschmackstiefe führt. Das geht dann schon sehr Richtung Malzbier!
Die Güte der Stammwürze aus dem Malz ist bein Gambrinus über jeden Zweifel erhaben: Der Braumeister Pavel Zitek gibt an, dass der Hopfen erst sehr spät zugefügt wird, so dass das Malz im Gärprozess zur vollen Entfaltung kommt. Das hat schon Klasse!
Lustig ist, dass in Tschechien das Gambrinus deutlich hochpreisiger ist als das Kozel; in meinem Getränkemarkt ist es umgekehrt, was mir Recht sein kann.
Ihr habt die falsche Brauerei angegeben!
Das Bier wird von der Brauerei Plzeňský Prazdroj in Pilsen gebraut.
Danke für den Hinweis, haben wir direkt korrigiert 🙂
Es gibt einen alten Spruch…
Wandele einen Tag in meinen Schuhen, dann urteile.
Übertragen meine ich: Schaue dir Tschechien an, erlebe Land und Leute, dann kehre in ein gutes Gasthaus ein und erlebe ein Gambrinus frisch vom Fass.
Die Marke an sich und der Exportartikel haben wenig miteinander zu tun.
Vielleicht nennt es sich deswegen „Premium Lager Beer“ ?
Dafür schmeckt es noch 100 x frischer und spritziger als unser Becks ?
Ich bin ein echter tschechien Kenner und schwöre auf Gambrinus. Noch kurz hinter Kozel, aber vor Pilsener Urquell, Staropramen oder Budweiser.