Wolters Herbst-Bier
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Mirco 7,50/10
Wolters Herbst-Bier auf einen Blick
Lager · Hofbräuhaus Wolters GmbH
So schmeckt uns das Wolters Herbst-Bier
Bewertung von Christian
Das Wolters Herbst-Bier überrascht mich wirklich auf der ganzen Linie. Das fing schon damit an, dass wir nicht ganz wussten, in welche Bierkategorie wir dieses Bier einordnen sollen. Beim Öffnen der Flasche die Überraschung… es strömt ein richtig herber Geruch in die Nase. Mirco war bei Becks, ich bei Jever. Beim Einschenken direkt die nächste Überraschung. Bernstein als Farbe dieses Bieres hätte ich nun nicht erwartet. Schaum… naja… welcher Schaum? Das bisschen was da war, war ziemlich schnell weg.
So, nun dachte ich, hier kriege ich die herbe Bierkeule um die Ohren. Ich mag herbe Biere ja, aber hey… die nächste Überraschung. Der Antrunk des Herbst-Bieres ist bei Weitem nicht so herb, wie ich es dachte. Eher süffig-würzig und leicht malzig. Die Würze bleibt auch im Haupttrunk erhalten und geht im Abgang dann in eine Herbe über. Diese paart sich mit der Hopfenbittere und jetzt schmeckt das Bier auch im Ansatz so, wie es riecht.
In Summe ist dieses Bier wirklich die absolute Wundertüte und ich hab jetzt echt das Problem, nicht zu wissen, wohin damit. Irgendwie finde ich den Abgang des Bieres am besten, dafür den vorherigen Teil eher so lala. Auch das Thema Schaum war enttäuschend, andererseits ist das Herbst-Bier auch süffig und erfrischend. Insofern würde ich sagen, bin ich diesem Bier gegenüber relativ indifferent und bewerte es somit auch mit 6 Punkten, also knapp über dem Mittel unserer Bewertungsskala.
Bewertung von Mirco
Das Hofbräuhaus Wolters produziert dieses feine Bierchen, das uns nun zur Probe serviert wird – wie schön! Dennoch bin ich mit grünen Flaschen grundsätzlich immer auf Kriegsfuß, da ich damit in der Regel sehr herbe Biere verbinde. Der Geruchseindruck hat das auch bestätigt: Herb, herb und noch einmal herb! Das Bier ist geruchstechnisch an Herbe kaum zu überbieten und riecht wie ein klassisch norddeutsches bzw. süd-dänisches Bierchen. Da oben, hoch im Norden, sind die Flaschen ja auch meistens Grün 😉
Die Überraschung folgt beim Einschenken: Ein bernsteinfarbenes Bier hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Sieht spannend aus – vor allem auch nach den ersten 5 Sekunden, in denen sich der gesamte Schaum aus dem Glas verflüchtigt hat. Von einer Schaumkrone kann hier also nicht die Rede sein – im Gegenteil: Kein Schaum, das Getränk sieht im Glas schon nach kurzer Zeit aus wie Tee.
Geschmacklich folgt dann direkt die nächste Überraschung. Der Antrunk: Süffig, recht mild, überhaupt nicht schwer und mit minimal malzigen Noten versetzt. Im Haupttrunk verhält es sich fast ähnlich, nur dass der Hopfen die Malzaromen nach und nach schlägt. Das dauert aber. Erst im Abgang schmecke ich den Hopfen recht deutlich. Erstaunlich außerdem, dass das Bier insgesamt im Schnitt weniger herb schmeckt und sich stattdessen Schritt für Schritt leicht würzige Aromen dazugesellen. Im Abgang siegt dann wieder ganz knapp die Herbe, die auch im Nachgeschmack noch deutlich spürbar im Mund ist.
Das Bierchen ist wirklich eine Überraschung. Ich kann es relativ gut trinken und es schmeckt mir auch. Der nicht vorhandene Schaum ist etwas schade, ansonsten bleibt das Bier aber von vorne bis hinten interessant und absolut nicht langweilig. 7.5 Punkte.
Wolters Herbst-Bier im Geschmacksprofil
Farbe: Bernstein
Trübung: blank
Schaum: sehr wenig · kurzanhaltend
Intensität: mittel bis stark
Balance: herb
Kohlensäure: mittel
süffig, frisch

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