So schmeckt uns das Brewdog Hop Fiction
Bewertung von Christian:
Neuerdings vertreibt Brewdog seine Biere ja auch über Aldi und genau daher stammt auch das Hop Fiction. Wir haben hier ein sattgoldenes und durchaus trübes Pale Ale im Glas, welches mit ordentlich durchschnittlicher Schaumkrone daher kommt.
In der Nase wunderbar tropisch, fruchtig und exotisch und dabei sehr intensiv. Spannend war dann der erste Schluck. Nachdem man den durchaus prickelnden Antrunk erlebt hat, merkt man geschmacklich, dass wir hier deutlich weniger tropisch unterwegs sind, als dies anfangs durch die Nase erwartet wurde. Klar, fruchtige Noten spielen immer noch eine entscheidende Rolle im Geschmack, aber durchaus milder als erwartet. Dazu kommt eine gewisse blumige Note, was einen ein wenig an Rosenwasser erinnert. Der Mittelteil des Bieres flacht dadurch auch ein wenig ab. Im Abgang kommt dann eine feinherbe Note dazu, die zudem relativ trocken abklingt.
Wirklich spannende Kombi bei diesem Bier. Einerseits spielt es mit den Sinnen, aber geschmacklich kann es meiner Meinung nach nicht mit dem Geruch mithalten. Es ist durchaus lecker, leicht und sommerlich, aber jetzt nicht so, dass ich es unendlich weiter trinken möchte. Andererseits bekommt man hier, durch den Discounter-Bonus, ein schönes Pale Ale zum relativ günstigen Preis. Zusammengefasst reicht das dann zu schönen 9 Punkten.
Bewertung von Mirco:
Ein dankbares Bierchen: Die Dose hat vor meinen Blumen im Garten echt toll ausgesehen – hat sich farblich wunderbar eingebettet in die Hortensien ^^. Ein Dosenbier erinnert mich grundsätzlich immer an Spanien und die legendären Pooltimes, leider mit spanischer Plörre. Hier, das kann ich schon voraussagen, wird die Bewertung deutlich besser ausfallen. Das hat aber auch seine Gründe.
Zunächst mal kommen die tropisch-exotischen Noten schon im Geruch durch. Die moderate Schaumbildung und die schöne Farbe im Glas sorgen auf jeden Fall für eine nette Optik des Bieres. Im Antrunk kommt die Kohlensäure relativ gut durch, so dass das Bier recht spritzig und frisch wirkt.
Interessanterweise wirkt das Bier geschmacklich deutlich herber und bitterer, als es zuvor beim Geruchstest wirkte. Auch die tropisch-fruchtigen Noten sind meiner Meinung nach ein bisschen strenger und intensiver, als gedacht. Es ist ein Bier, das relativ „hart“ und „stark“ schmeckt, bildet aber nicht so voluminöse Geschmacksnoten aus, wie so manch anderer Kandidat aus dieser Kategorie. Ich mag’s trotzdem.
Übrigens: Beim Nachschenken kommt noch mal eine ganze Menge Schaum ins Glas. Damit hätte ich nicht gerechnet. Insgesamt werden es 7,5 Punkte von mir.
Brewdog Hop Fiction im Geschmacksprofil
Farbe: Gold
Trübung: trüb
Schaum: mittel bis viel · mittel
Intensität: stark
Balance: tropisch, fruchtig, exotisch, Mango, Maracuja
Kohlensäure: mittel bis viel
floral, Zitrus, Kiefer, Melone
Wie schmeckt euch das Brewdog Hop Fiction?
Bewertet das Bier und vergleicht eure Meinung mit anderen Bierfans.



