Willkommen im Bier-Glossar von Bierwertung.de. Hier findest du eine wachsende Sammlung an Begriffen, die uns beim Testen, Verkosten und Schreiben immer wieder begegnen. Manche Wörter liest man ständig auf Etiketten, manche fallen erst beim ersten Schluck auf, und wieder andere tauchen auf, wenn man sich fragt, warum ein Bier plötzlich “buttrig”, “pappig” oder besonders frisch wirkt. Genau dafür ist diese Seite da: kurz nachschlagen, verstehen, weitermachen.
Ob Brauprozess, Rohstoffe, Bierstile oder Ausschank: Viele Details werden erst richtig spannend, wenn man weiß, was dahintersteckt. Stammwürze, Gärführung oder Kalthopfung sind nicht nur Theorie, sie entscheiden am Ende über Körper, Duft, Bittere und Trinkfluss. Und weil Bier nicht nur deutsch gedacht wird, sind einige Begriffe bewusst auch auf Englisch dabei, so wie man sie in Rezepten, Craft-Bier-Stilen und im Handel am häufigsten sieht.
Du nutzt die Buchstabenleiste, springst direkt zum passenden Abschnitt und klappst dann den gewünschten Begriff auf. Dort wartet eine kurze, verständliche Erklärung, ohne dass du dich durch lange Texte kämpfen musst. Wir ergänzen und verbessern dieses Glossar laufend. Wenn dir also ein Begriff fehlt, ist die Chance groß, dass er bald auftaucht.
Wähle einen Buchstaben und klappe einen Begriff auf.
A
Abfüllung
In Flasche, Dose, Fass
Abfüllung
Schritt, bei dem Bier verpackt wird. Sauerstoffarme Abfüllung ist wichtig für Frische, Hopfenaroma und Haltbarkeit.
Ale
Obergärige Bierfamilie
Ale
Sammelbegriff für obergärige Biere. Meist fruchtiger oder würziger als viele untergärige Stile.
Alkoholgehalt (% Vol.)
Stärke des Biers
Alkoholgehalt (% Vol.)
Gibt an, wie viel Alkohol im Bier enthalten ist. Entsteht bei der Gärung aus Zucker.
Altbier
Rheinischer Klassiker
Altbier
Obergäriger Stil aus dem Rheinland, kupferfarben bis dunkelbernstein, malzbetont mit trockener, herber Hopfenbalance.
Anstellen
Hefe zugeben
Anstellen
Zugabe der Hefe zur gekühlten Würze. Menge und Vitalität prägen die Gärqualität.
Anstich
Fass öffnen
Anstich
Erster Ausschank aus einem Fass. Saubere Handgriffe und korrektes Zapf-Setup entscheiden über Schaum und CO2-Verlust.
Antrunk
Erster Schluck
Antrunk
Der erste Eindruck im Mund. Hier fallen Spritzigkeit, Süße, Körper und erste Aromen auf.
Aromahopfen
Aromahopfen
Hopfen, der vor allem für Aroma genutzt wird. Oft späte Gabe oder Kalthopfung.
Ausbeute (Sudhaus)
Effizienz im Sud
Ausbeute (Sudhaus)
Maß dafür, wie gut Malzbestandteile in die Würze übergehen. Wichtig für Planung und Konstanz.
Ausstoß
Produzierte Menge
Ausstoß
Brauereibegriff für die produzierte Biermenge in einem Zeitraum, oft als Hektoliter pro Tag, Woche oder Jahr.
B
Bierfarbe (EBC)
Optischer Wert
Bierfarbe (EBC)
Die Farbe entsteht durch Malz und Prozessführung. EBC ist eine gängige Skala dafür.
Bierstein
Ablagerung im Glas
Bierstein
Beläge aus Mineralien, Eiweiß oder Rückständen. Stört Schaum und Optik, gute Glasreinigung verhindert das.
Bierstil
Einordnung nach Typ
Bierstil
Bittere (IBU)
Hopfenbittere
Bittere (IBU)
IBU beschreibt die Bittere aus Hopfen. Wahrnehmung hängt auch von Malz, Alkohol und CO2 ab.
Bockbier
Kräftiges Starkbier
Bockbier
Stil mit höherer Stammwürze und meist mehr Alkohol. Oft malzbetont und vollmundig.
Bodenhefe
Untergärige Hefe
Bodenhefe
Hefe, die bei kühler Gärung genutzt wird. Ergibt oft ein sauberes, klares Aromaprofil.
Brauerei
Ort der Herstellung
Brauerei
Betrieb, der Bier braut. Reicht von kleinen Craft-Brauereien bis zu Großbetrieben mit hohen Ausstoßmengen.
Braumeister
Verantwortung im Sudhaus
Braumeister
Fachrolle für Rezept, Prozess und Qualität. Überwacht Rohstoffe, Gärführung, Stabilität und sensorische Konstanz.
Brauwasser
Mineralprofil
Brauwasser
Wasser prägt pH, Maische und Hopfenwirkung. Mineralien beeinflussen Rundheit und Bittere.
Brettanomyces
Wildhefe
Brettanomyces
Wildhefe für komplexe, teils funky Aromen. In vielen klassischen Stilen unerwünscht.
C
Carbonisierung
CO2 einstellen
Carbonisierung
Aufbau oder Einstellung der Kohlensäure. Erfolgt durch Nachgärung, Spundung oder CO2-Zugabe.
Cascade
Hopfensorte
Cascade
Aromahopfen mit zitrusigen und floralen Noten. Häufig in Pale Ales und klassischen US-inspirierten Bieren.
Cask Ale
Fassreifung
Cask Ale
Traditionell im Fass gereift und oft weich gezapft. Meist weniger spritzig als Keg-Bier.
Cellaring
Bier lagern
Cellaring
Gezielte Lagerung von Bier über längere Zeit. Besonders starke, fassgereifte oder säurebetonte Biere profitieren teils davon.
CIP
Reinigung im System
CIP
Cleaning in Place reinigt Tanks und Leitungen ohne Zerlegen. Entscheidend für Hygiene und Stabilität.
Citra
Hopfensorte
Citra
Sehr aromatische Sorte mit Citrus und Tropenfrucht. Beliebt in IPAs und stark hopfenbetonten Stilen.
CO2
Prickeln und Schaum
CO2
Kohlendioxid entsteht bei der Gärung. Bestimmt Spritzigkeit, Schaum und Frischegefühl.
Cold Crash
Schnell klären
Cold Crash
Starkes Abkühlen nach der Gärung. Hefe und Trub setzen sich schneller ab.
Craft Beer
Vielfalt und Ideen
Craft Beer
Kein geschützter Begriff. Meist steht er für Vielfalt, Kreativität und stärkeres Aromenspiel.
Crown Cap
Kronkorken
Crown Cap
Verschluss für Flaschen. Dichtet zuverlässig ab und schützt vor Sauerstoff, sauberer Sitz ist entscheidend.
D
Darrung
Malz trocknen
Darrung
Teil des Mälzprozesses. Temperatur und Dauer beeinflussen Farbe und Aromen, von hell und brotig bis röstig.
Dekoktion
Teilmaische kochen
Dekoktion
Maischverfahren mit abgekochtem Teil. Kann malzige Tiefe und Körper fördern.
Diacetyl
Butterige Note
Diacetyl
Kann nach Butter oder Toffee wirken. Gute Reifephase hilft, es von der Hefe abbauen zu lassen.
DMS
Gemüsige Note
DMS
Kann an gekochtes Gemüse erinnern. Kräftiges Kochen und schnelles Kühlen reduzieren das Risiko.
Doldenhopfen
Ganze Dolde
Doldenhopfen
Hopfen in ganzer Form statt Pellets. Aromatisch fein, aber aufwendiger in Handhabung und Filtration.
Doppelbock
Starkbier
Doppelbock
Kräftiger Bock-Stil mit deutlicher Malztiefe. Häufig vollmundig, weich und mit höherem Alkoholgehalt.
Dosenbier
Dose als Verpackung
Dosenbier
Sehr guter Lichtschutz und oft guter Sauerstoffschutz. Moderne Dosen eignen sich auch für stark hopfenbetonte Biere.
Drucktank
Reifung unter Druck
Drucktank
Tank, in dem Bier unter Druck gelagert wird. Hilft bei CO2-Bindung und kann die Perlage feiner wirken lassen.
Dry Hopping
Kalthopfung
Dry Hopping
Hopfen wird kalt zugesetzt. Verstärkt Duft und Geschmack, ohne viel zusätzliche Bittere.
Dunkel
Malzbetonter Stil
Dunkel
Untergäriger Klassiker mit dunklerer Farbe. Oft brotig, karamellig oder nussig im Profil.
E
EBC
Farbskala
EBC
Einheit zur Bestimmung der Bierfarbe. Höherer Wert bedeutet dunkleres Bier.
Edelherb
Marketingbegriff
Edelherb
Wird oft für moderat herbe Biere verwendet. Keine feste Definition, eher eine geschmackliche Einordnung.
Einmaischen
Start der Maische
Einmaischen
Malzschrot wird mit Wasser vermischt. Enzyme werden aktiv und bereiten die Verzuckerung vor.
Einschenken
Glas füllen
Einschenken
Technik beeinflusst Schaum und Aroma. Sauberes Glas, richtiger Winkel und angemessener Schaumaufbau sind zentral.
Einwegpfand
Rückgabe-System
Einwegpfand
Pfandregelung für bestimmte Verpackungen. Betrifft häufig Dosen oder Einwegflaschen je nach Markt und Produkt.
Eisbock
Konzentriertes Bier
Eisbock
Durch Teilgefrieren wird Wasser entfernt. Alkohol und Aromendichte steigen deutlich an.
Endvergärungsgrad
Trockenheit
Endvergärungsgrad
Zeigt, wie weit vergoren wurde. Beeinflusst Körper, Süße und Alkohol.
Ester
Fruchtige Aromen
Ester
Gärnebenprodukte der Hefe. Häufig Apfel, Birne oder Banane je nach Stamm und Temperatur.
Export
Untergäriger Stil
Export
Kräftiger als viele Standardlager, oft malzbetont und rund. Historisch als haltbarer, stabiler Stil gedacht.
Extrakt
Gelöste Stoffe
Extrakt
Umfasst Zucker und weitere Bestandteile in der Würze oder im Bier. Grundlage für Stammwürze und Restextrakt.
F
Fadenziehen
Mikrobieller Fehler
Fadenziehen
Schleimige Textur durch Infektionen, häufig durch bestimmte Bakterien. Strenge Hygiene ist die beste Vorbeugung.
Fassbier
Vom Keg gezapft
Fassbier
Bier aus dem Fass. Leitungsreinigung und richtiger Druck sind entscheidend für Qualität.
Fassdruck
CO2-Druck am Keg
Fassdruck
Druckeinstellung passend zu Temperatur und Leitung. Falsch eingestellt führt zu Schaum oder zu wenig Kohlensäure.
Fassreinigung
Hygiene im Ausschank
Fassreinigung
Reinigung von Fasskupplung, Leitungen und Zapfhahn. Entscheidend gegen Fremdgeschmack und Infektionen.
Fehlaromen
Off Flavours
Fehlaromen
Unerwünschte Noten wie pappig, buttrig oder schwefelig. Ursachen sind oft Oxidation oder Gärstress.
Filtration
Klarheit
Filtration
Entfernt Hefe und Trub. Kann Stabilität erhöhen, verändert aber teils Textur oder Aromaspitzen.
Flaschengärung
Nachgärung
Flaschengärung
Reifung und CO2-Aufbau in der Flasche. Ergibt oft sehr feine Perlage und stabilen Schaum.
Fremdgeschmack
Störnote
Fremdgeschmack
Geschmack, der nicht zum Stil passt. Kann durch Hygieneprobleme oder Lagerfehler entstehen.
Frischhopfen
Erntehopfen
Frischhopfen
Hopfen wird sehr frisch verarbeitet. Bringt grüne, kräuterige und sehr frische Noten.
Füllhöhe
Abfüllkontrolle
Füllhöhe
Wie voll Flasche oder Dose ist. Zu wenig wirkt schlecht, zu viel kann Druckprobleme verursachen.
G
Gärbottich
Gärgefäß
Gärbottich
Behälter für die Gärung, offen oder geschlossen. Material und Form beeinflussen Temperaturführung und Reinigung.
Gärführung
Temperaturkurve
Gärführung
Steuerung der Gärung über Zeit und Temperatur. Wichtig für Stiltreue und Fehlervermeidung.
Gärspund
CO2 raus
Gärspund
Lässt CO2 entweichen und reduziert Luftkontakt. Häufig im Hobbybrauen.
Gärtemperatur
Aroma-Steuerung
Gärtemperatur
Wichtiger Hebel für Ester, Schwefelnoten und Vergärung. Zu warm oder zu kalt kann Stiltypik verändern.
Gärung
Zucker zu Alkohol
Gärung
Hefe wandelt Zucker in Alkohol und CO2 um. Temperatur und Stamm prägen die Aromatik stark.
Gerste
Basis fürs Malz
Gerste
Wichtigstes Braugetreide. Wird gemälzt und liefert Enzyme, Stärke und typische Malznoten.
Gose
Sauer und salzig
Gose
Traditioneller Stil mit Säure, Salz und oft Koriander. Sehr erfrischend und trocken.
Growler
Mitnahmegefäß
Growler
Flasche oder Krug zum Mitnehmen vom Zapfhahn. Frische hängt stark von Abfülltechnik und Dichtigkeit ab.
Grünbier
Junges Bier
Grünbier
Bier nach der Hauptgärung vor der Reife. Wirkt oft noch kantig, bis Lagerung abrundet.
Grut
Kräuter statt Hopfen
Grut
Historische Würzung mit Kräutern, bevor Hopfen Standard wurde. Heute in Spezialbieren wieder zu finden.
H
Hefe
Motor der Gärung
Hefe
Erzeugt Alkohol und CO2. Hefestamm und Pitch Rate bestimmen viele Aromakomponenten.
Hefeweizen
Banane und Nelke
Hefeweizen
Obergäriger Weizenstil. Hefearomen und kräftige Kohlensäure sind typisch.
Heißtrub
Kochen und Klärung
Heißtrub
Eiweiß und Hopfenreste nach dem Kochen. Gute Abscheidung hilft für Klarheit und Stabilität.
Helles
Mild und süffig
Helles
Untergäriger Klassiker. Fokus auf Trinkbarkeit, Malz und Balance statt harter Bittere.
High Gravity Brewing
Starkwürze brauen
High Gravity Brewing
Bier wird mit höherer Stammwürze gebraut und später verdünnt. Spart Kapazität, erfordert saubere Kontrolle.
Hochkräusen
Aktive Gärphase
Hochkräusen
Stadium mit starker Kräusenbildung. Hinweis auf vitale Gärung und hohe CO2-Produktion.
Hopfen
Bittere und Aroma
Hopfen
Lieferant von Bittere und Duft. Zeitpunkt und Sorte entscheiden über Profil und Intensität.
Hopfenöl
Aromaträger
Hopfenöl
Ätherische Öle im Hopfen prägen Duft und Geschmack. Werden je nach Prozess unterschiedlich extrahiert.
Hopfenpellets
Verarbeitungsform
Hopfenpellets
Gepresste Hopfenform, gut lagerfähig und effizient. Häufiger Standard in Brauereien.
Hopfenstopfen
Kalthopfung
Hopfenstopfen
Deutscher Begriff für Dry Hopping. Bringt viel Aroma ohne große Kochbittere.
I
Messgröße für Hopfenbittere. Sensorisch hängt sie stark vom Gesamtprofil ab.
Imperial Stout
Stark und röstig
Imperial Stout
Kräftiger Stout-Stil mit hoher Stammwürze. Typisch sind Kaffee, Kakao und deutlicher Körper.
Inertgas
Sauerstoff verdrängen
Inertgas
Gas wie CO2 oder Stickstoff wird genutzt, um Sauerstoff zu verdrängen. Hilft bei Abfüllung und Lagerung.
Infektion
Mikrobiologie
Infektion
Unerwünschte Mikroorganismen können Säure oder Fehlgeschmack erzeugen. Hygiene ist zentral.
Infusionsmaische
Standard-Maische
Infusionsmaische
Rasten werden ohne Abkochen gefahren. Häufiges Verfahren in modernen Brauereien.
Inline-Filter
Filtern im Fluss
Inline-Filter
Filter, der während des Abfüllens oder Umpumpens eingesetzt wird. Kann Trub reduzieren, ohne Tankfiltration.
Inokulation
Hefe anstellen
Inokulation
Gezielte Zugabe von Hefe zur Würze. Reduziert Risiko von Fehlgärung und Stressaromen.
Hopfenbetonter Stil, oft mit deutlichem Aroma und Bittere. Varianten reichen von klassisch bis modern trüb und fruchtig.
Irish Stout
Trocken und röstig
Irish Stout
Stout-Variante mit klarer Röstnote und eher trockenem Finish. Häufig moderater Alkohol und gute Trinkbarkeit.
Isomerisierung
Bittere entsteht
Isomerisierung
Beim Kochen werden Alpha-Säuren zu iso-Alpha-Säuren. Das ist die Grundlage der Bittere.
J
Jahreszeitenbier
Saisonales Bier
Jahreszeitenbier
Biere für bestimmte Jahreszeiten, etwa Winterbock oder Sommerlager. Oft mit angepasster Stärke und Aromatik.
Jahrgangsbier
Reifepotenzial
Jahrgangsbier
Biere, die bewusst gelagert werden. Besonders starke oder fassgereifte Stile profitieren.
Jetting
Tankreinigung
Jetting
Reinigung per Sprühkugel oder Düse. Teil vieler CIP-Abläufe in Tanks.
Jockey Box
Mobile Zapfkühlung
Jockey Box
Tragbare Kühlbox mit Kühlschlange. Für Events praktisch, wenn keine feste Zapfanlage vorhanden ist.
Jodophor
Desinfektion
Jodophor
Jodbasiertes Mittel zur Desinfektion im Hobbybereich. Hilft, Geräte hygienisch zu halten.
Jodprobe
Stärke-Check
Jodprobe
Test in der Maische: färbt sich Jod dunkel, ist noch Stärke vorhanden. Ohne Färbung ist Verzuckerung weit.
Jubelhopfen
umgangssprachlich
Jubelhopfen
Scherzhafter Ausdruck für besonders aromatische Hopfensorten. Kein fester Fachbegriff, aber geläufig.
Jungbier
Vor der Reife
Jungbier
Bier nach der Hauptgärung. Kann noch unruhig wirken, bis Reife und Klärung greifen.
K
Kalthopfung
Aroma-Push
Kalthopfung
Hopfen wird nach dem Kochen oder nach der Gärung zugegeben. Bringt intensive Duftnoten.
Karamellmalz
Toffee-Note
Karamellmalz
Bringt Süße, Farbe und Karamellnoten. Häufig in Amber und dunkleren Stilen.
Keg
Fasssystem
Keg
Druckfass für Ausschank. Standard in Gastronomie, benötigt passende Kupplung und korrekt eingestellten Druck.
Kellerbier
Unfiltriert
Kellerbier
Oft naturtrüb und weich. Hefe und Trub können bewusst Teil des Stils sein.
Kochzeit
Prozesshebel
Kochzeit
Beeinflusst Bittere, Trubbildung und Ausdampfen. Zu kurz erhöht Risiko für DMS.
Kohlensäure
Spritzigkeit
Kohlensäure
Bestimmt Prickeln, Schaum und Frische. Zu wenig wirkt schal, zu viel kann scharf wirken.
Kölsch
Kölner Stil
Kölsch
Obergärig, hell, schlank und feinherb. Wird klassisch im Stange-Glas serviert und sehr frisch getrunken.
Kräusen
Gärkrause
Kräusen
Schaumkrone während aktiver Gärung. Zeigt Vitalität der Hefe und schützt teils vor Sauerstoff.
Kronkorken
Flaschenverschluss
Kronkorken
Metallverschluss mit Dichtung. Schützt vor Sauerstoff und hält CO2 im Bier.
Kühlkette
Temperatur halten
Kühlkette
Konsequente Kühlung von Lager bis Ausschank. Wichtig für Hopfenaroma, Schaum und Haltbarkeit.
L
Lactobacillus
Säurebakterien
Lactobacillus
Wichtig für viele Sauerbiere. In klassischen Pils und Helles normalerweise unerwünscht.
Lagerbier
Untergärig
Lagerbier
Sammelbegriff für viele untergärige Stile. Meist sauber vergoren und gut trinkbar.
Lagerung
Reifephase
Lagerung
Kalte Reifung macht Bier runder. Trub fällt aus und Aromen stabilisieren sich.
Lambic
Spontangärung
Lambic
Traditionelles belgisches Sauerbier, spontan vergoren. Reift oft lange und zeigt komplexe Säure und Holznoten.
Läuterbottich
Siebboden
Läuterbottich
Gefäß mit Siebboden, auf dem sich Treberkuchen als Filter bildet. Zentral im Sudhaus.
Läuterhexe
Filterschlauch im Hobbybereich
Läuterhexe
Flexibler Filter im Maische- oder Läutergefäß. Hilft bei kleinen Suden, ersetzt aber kein Profi-Läutersystem.
Läutern
Würze trennen
Läutern
Trennung von Würze und Treber. Sauberes Läutern hilft Ausbeute und Klarheit.
Lichtgeschmack
Skunky-Note
Lichtgeschmack
Licht kann Hopfenstoffe verändern. Braune Flasche schützt besser, Dose schützt am stärksten.
Low Oxygen
Sauerstoffarm arbeiten
Low Oxygen
Arbeitsweise mit minimalem O2-Eintrag, besonders relevant bei hellen, hopfenbetonten Bieren.
Lupulin
Gelbes Hopfenharz
Lupulin
Harzige Drüsen im Hopfen. Enthalten Bitterstoffe und Aromakomponenten, zentral für Hopfenwirkung.
M
Maische-pH
Wichtiger Wert
Maische-pH
Beeinflusst Enzymarbeit und Hopfenwirkung. Passender pH verbessert oft Klarheit und Stabilität.
Maischen
Verzuckerung
Maischen
Enzyme wandeln Stärke in Zucker um. Rasttemperaturen steuern Körper und Vergärbarkeit.
Maltose
Wichtiger Zucker
Maltose
Hauptzucker aus Malz, von Hefe gut vergärbar. Beeinflusst Vergärgrad und Alkoholentstehung.
Malz
Basis und Aroma
Malz
Gekeimtes und gedarrtes Getreide. Liefert Enzyme, Zucker, Farbe und Malzcharakter.
Mälzen
Weichen und Darren
Mälzen
Prozess zur Herstellung von Malz. Darrung bestimmt Farbe und Aromatik.
Malzrohr
Heimbrausystem
Malzrohr
Bauart vieler Heimbrauanlagen. Malz wird im Rohr geführt, Würze zirkuliert und wird anschließend geläutert.
Märzen
Malziges Lager
Märzen
Untergäriger Stil mit rundem Malzprofil. Farbe reicht oft von gold bis bernstein.
Mash Out
Maische beenden
Mash Out
Erhöhung der Maischetemperatur am Ende. Stoppt Enzymarbeit und kann Läutern erleichtern.
Microbrewery
Kleinbrauerei
Microbrewery
Kleinere Brauerei mit überschaubaren Mengen. Oft mit Fokus auf Spezialbiere und Experimentierfreude.
Mundgefühl
Textur im Mund
Mundgefühl
Beschreibt Körper, Cremigkeit und Spritzigkeit. Beeinflusst durch CO2, Restextrakt und Eiweiß.
N
Nachgärbottich
Reifebehälter
Nachgärbottich
Behälter für Nachgärung und Reife. Unterstützt CO2-Aufbau und sensorische Abrundung.
Nachgärung
CO2-Aufbau
Nachgärung
Phase nach der Hauptgärung. Baut Kohlensäure auf und rundet Aromen ab.
Nachlauf
Spülwürze
Nachlauf
Würze, die nach dem Läutern durch Nachgüsse gewonnen wird. Zu viel kann Tannine und dünnen Körper fördern.
Nährsalze
Hefefutter
Nährsalze
Versorgen Hefe mit Nährstoffen. Reduzieren Stress und können Fehlnoten vorbeugen.
Naturtrüb
Trübung gewollt
Naturtrüb
Enthält mehr Hefe und Schwebstoffe. Kann voller wirken, ist aber empfindlicher bei Lagerung.
Nebenprodukte
Gärnebenstoffe
Nebenprodukte
Ester, höhere Alkohole und Schwefelverbindungen. In Balance stiltypisch, im Übermaß störend.
NEIPA
New England IPA
NEIPA
Trübes, stark aromatisches IPA mit weicher Bittere. Häufig tropenfruchtig und sehr hopfenbetont.
Nitro
Cremiger Ausschank
Nitro
Ausschank mit Stickstoffanteil. Ergibt sehr feinen Schaum und weicheres Mundgefühl.
Noble Hops
Edelhopfen
Noble Hops
Klassische Hopfensorten mit feinem würzigem Profil. Typisch für traditionelle Pils und Lager.
Nukleationspunkte
Schaum-Startpunkte
Nukleationspunkte
Kleine Stellen im Glas, an denen CO2-Bläschen entstehen. Sauberkeit und Glasstruktur beeinflussen das.
O
O2-Eintrag
Sauerstoff vermeiden
O2-Eintrag
Passiert beim Umpumpen oder Abfüllen. Je weniger, desto frischer bleibt das Bier.
Obergärig
Warm vergoren
Obergärig
Gärung mit obergäriger Hefe bei höheren Temperaturen. Häufig fruchtige oder würzige Noten.
Off Flavours
Fehlaromen
Off Flavours
Unerwünschte Noten wie Diacetyl, DMS oder Oxidation. Ursachen liegen oft in Hygiene oder Prozessführung.
Offenvergärung
Gärung ohne Deckel
Offenvergärung
Traditionelle Methode, bei der die Gärung in offenen Gefäßen stattfindet. Kann Profil beeinflussen, erfordert Hygiene.
OG (Original Gravity)
Würzedichte vor Gärung
OG (Original Gravity)
Dichtewert vor der Gärung, ähnlich zur Stammwürze. Hilft beim Abschätzen von Alkohol und Vergärung.
Oktoberfestbier
Festbier-Stil
Oktoberfestbier
Untergärig, vollmundig und sehr trinkbar. Hopfenbittere ist meist moderat.
Originalwürze
Stammwürze
Originalwürze
Zuckergehalt der Würze vor der Gärung, oft in Grad Plato. Grundlage für Alkoholpotential.
Overpitching
Zu viel Hefe
Overpitching
Zu hohe Hefemenge. Gärung kann sehr sauber werden, aber Aromatik kann flacher wirken.
Overpriming
Zu viel Speise/Zucker
Overpriming
Zu hohe Dosierung bei Flaschengärung. Kann zu Überkarbonisierung und im Extremfall zu platzenden Flaschen führen.
Oxidation
Alterung
Oxidation
Sauerstoffkontakt nach der Gärung lässt Bier schneller altern. Typisch pappig, honigartig, weniger Hopfen.
P
Parti-Gyle
Mehrfachwürze
Parti-Gyle
Mehrere Biere aus einem Maischebottich durch unterschiedliche Würzestärken. Historische, aber auch moderne Praxis.
Pasteurisierung
Haltbarkeit
Pasteurisierung
Wärmebehandlung zur Reduktion von Mikroorganismen. Erhöht Stabilität, kann Frische leicht dämpfen.
Pils
Trocken und bitter
Pils
Untergäriger Klassiker mit deutlicher Hopfenbittere. Schlank, frisch und sauber vergoren.
Pint
Serviermaß
Pint
Serviergröße in vielen Ländern, je nach Region unterschiedlich. Relevant für Ausschank und Preisgestaltung.
Pitch Rate
Anstellmenge
Pitch Rate
Menge der Hefe beim Anstellen. Zu wenig erhöht Stress, zu viel kann Aromatik reduzieren.
Plato (°P)
Stammwürze-Zahl
Plato (°P)
Grad Plato beschreibt gelöste Stoffe in der Würze. Höhere Werte bedeuten meist mehr Körper und Alkohol.
Porter
Dunkel und weich
Porter
Dunkler Stil mit Röstnoten, oft schokoladig oder kaffeartig. Häufig milder als viele Stouts.
Priming
Zucker für Nachgärung
Priming
Dosierung von Zucker oder Speise zur Flaschengärung. Bestimmt CO2-Aufbau und Spritzigkeit.
Proteinrast
Eiweißrast
Proteinrast
Kann Schaum und Klarheit beeinflussen. Zu stark gefahren kann Körper und Schaum mindern.
Pub Ale
Session-orientiert
Pub Ale
Leichtere, gut trinkbare Ales für längere Abende. Fokus auf Balance statt Wucht.
Q
Quadrupel
Belgischer Starkstil
Quadrupel
Kräftiger, komplexer Stil mit Trockenfrüchten, Karamell und Gewürz. Meist weich trotz Stärke.
Qualitätskontrolle
Sensorik und Labor
Qualitätskontrolle
Kontrolle von Werten wie CO2, Extrakt, Stabilität plus Verkostung. Sichert konstante Qualität.
Quellmalz
(selten) Begriff
Quellmalz
Wird vereinzelt für besonders schonend behandeltes Malz verwendet. Nicht standardisiert, eher beschreibend.
Quellwasser
Wasserherkunft
Quellwasser
Wird oft als Qualitätsmerkmal genannt. Entscheidend ist das Mineralprofil und die passende Aufbereitung.
Quench-Rate
Trinkbarkeit
Quench-Rate
Umgangssprachliche Einordnung, wie gut ein Bier den Durst löscht. Hängt von Bittere, Körper, CO2 und Süße ab.
Quetschhahn
Ausschankbauteil
Quetschhahn
Hahnform im Ausschank. Einfluss auf Schaum und Fluss, je nach Bauart und Einstellung.
Quick Sour
Kettle Sour
Quick Sour
Würze wird vor dem Kochen gezielt angesäuert. Liefert kontrollierte Säure ohne lange Reifung.
Qveik
Norwegischer Hefestamm
Qveik
Traditionelle Hefekultur, oft sehr temperaturtolerant. Kann fruchtige Profile liefern und schnell vergären.
R
Randvoll
Ausschankproblem
Randvoll
Zu hohe Füllung ohne Schaumkrone kann Aroma und Optik beeinträchtigen. Stiltypischer Schaum gehört dazu.
Rasten
Temperaturphasen
Rasten
Definierte Temperaturstufen beim Maischen. Steuern Vergärbarkeit, Körper und teils Schaum.
Rauchbier
Rauchiges Malz
Rauchbier
Bier mit geräuchertem Malz. Rauchintensität reicht von dezent bis sehr kräftig.
Rauchmalz
Geräuchertes Malz
Rauchmalz
Malz mit Raucharoma, Grundlage für rauchige Biere. Intensität variiert je nach Hersteller und Dosierung.
Reifetank
Lager und Abrundung
Reifetank
Tank für die Reifephase. Klärung, CO2-Bindung und sensorische Abrundung stehen hier im Fokus.
Reinheitsgebot
Tradition
Reinheitsgebot
Historische Regel und Qualitätsversprechen. In der Praxis gibt es je nach Kategorie unterschiedliche Auslegung.
Reinzuchthefe
Definierter Stamm
Reinzuchthefe
Kulturhefe mit konstantem Profil. Wichtig für Wiederholbarkeit und saubere Gärung.
Restextrakt
Körper und Süße
Restextrakt
Gelöste Stoffe nach der Gärung, oft unvergärbare Zucker. Bestimmt Vollmundigkeit und Textur.
Röstmalz
Kakao und Kaffee
Röstmalz
Dunkles Malz für Farbe und Röstnoten. Typisch für Stout, Porter und dunkle Spezialbiere.
Rückwürze
Würze zurückführen
Rückwürze
Technik, bei der Würze in Prozessschritten zurückgeführt wird, etwa zur Temperatur- oder Konzentrationssteuerung.
S
Sauerbier
Gezielte Säure
Sauerbier
Stile mit bewusst erzeugter Säure, etwa Berliner Weisse oder Gose. Frisch, trocken und oft sehr trinkig.
Schankdruck
Druck am Ausschank
Schankdruck
Praktische Einstellung im Ausschank, abhängig von Temperatur, Leitungslänge und CO2-Gehalt. Zu hoch führt zu Schaum.
Schaum
Krone und Stand
Schaum
Hängt von Proteinen, Hopfen und CO2 ab. Sauberes Glas verbessert Stabilität deutlich.
Schaumkrone
Stiltypischer Abschluss
Schaumkrone
Schaum obenauf. Beeinflusst Aromaabgabe und wirkt als Qualitätsmerkmal im Glas.
Schroten
Malz öffnen
Schroten
Zerkleinert Malz, damit Wasser an die Stärke kommt. Zu fein erschwert Läutern, zu grob senkt Ausbeute.
Sensorik
Verkostung
Sensorik
Bewertung über Auge, Nase und Mund. Umfasst Optik, Geruch, Geschmack, Mundgefühl und Abgang.
Sour Mash
Ansäuern über Maische
Sour Mash
Technik zur Säureerzeugung über gezielte mikrobielle Prozesse. Nicht jeder Stil eignet sich dafür.
Spundung
Druckgären
Spundung
Gärung unter kontrolliertem Druck, CO2 wird gebunden. Kann Perlage feiner und Mundgefühl runder machen.
Stammwürze
Würze vor Gärung
Stammwürze
Gehalt gelöster Stoffe vor der Gärung. Basis für Alkoholpotential und Einordnung der Bierkategorie.
Sud
Ein Brauvorgang
Sud
Kompletter Brauvorgang von Maischen bis Ausschlag. Sudnummern dienen oft zur Rückverfolgbarkeit.
T
Tannin
Adstringenz
Tannin
Gerbstoffe können pelziges Mundgefühl erzeugen. Häufig bei ungünstigem Läutern oder pH.
Taproom
Ausschank vor Ort
Taproom
Brauerei-eigener Ausschankbereich. Oft gibt es frische Sonderbiere, die nicht im Handel erscheinen.
Temperaturführung
Prozesskontrolle
Temperaturführung
Betrifft Maischen, Gärung und Reife. Kleine Abweichungen verändern Vergärbarkeit und Aromatik.
Treber
Malzreste
Treber
Feste Rückstände nach dem Läutern. Werden oft als Tierfutter genutzt oder weiterverarbeitet.
Trinkreife
Optimaler Zeitpunkt
Trinkreife
Zeitpunkt, an dem ein Bier sensorisch am besten ist. Hängt vom Stil, Hopfen und Lagerung ab.
Trinktemperatur
Aromen freigeben
Trinktemperatur
Zu kalt dämpft Aroma, zu warm betont Alkohol. Optimale Temperatur ist stilabhängig.
Trockenheit
Finish
Trockenheit
Wie trocken ein Bier wirkt hängt von Vergärung, Restextrakt und Bittere ab. Oft zentral bei Pils und IPA.
Tropfverlust
Verlust im Ausschank
Tropfverlust
Bier, das beim Zapfen verloren geht. Saubere Technik und korrektes Setup reduzieren den Verlust.
Trub
Schwebstoffe
Trub
Besteht aus Eiweiß, Hopfenpartikeln und Hefe. Trubmanagement beeinflusst Klarheit und Haltbarkeit.
Tulpe
Glasform
Tulpe
Glasform, die Aromen bündelt. Häufig für aromatische Ales oder stärkere Biere genutzt.
U
Überkarbonisierung
Zu viel CO2
Überkarbonisierung
Zu hohe Kohlensäure im Bier. Führt oft zu scharfem Mundgefühl, starkem Überschäumen und instabilem Ausschank.
Umami
Seltener Eindruck
Umami
Herzhafter Eindruck, selten klar im Bier. Kann bei speziellen Malzprofilen oder Reifetönen auftauchen.
Umkehrosmose
Wasser aufbereiten
Umkehrosmose
Entfernt viele Mineralien aus Wasser. Danach kann das Wasserprofil gezielt eingestellt werden.
Umlagerung
Bier umziehen
Umlagerung
Umfüllen in einen anderen Tank oder ein anderes Gebinde. Sauerstoffarm arbeiten ist hier besonders wichtig.
Umpumpen
Fördern
Umpumpen
Transport von Würze oder Bier im Prozess. Fehler können Sauerstoff eintragen oder CO2 verlieren.
Umschlauchen
Umfüllen
Umschlauchen
Umfüllen zwischen Tanks zur Trennung von Hefe oder zur Reife. Sauerstoffarmes Arbeiten ist wichtig.
Unfiltriert
Mehr Hefe
Unfiltriert
Bier ohne Filtration. Wirkt oft voller, kann aber empfindlicher gegenüber Lagerung sein.
Unterdruck
Druck zu niedrig
Unterdruck
Zu niedriger Druck am Fass oder Tank. Bier verliert CO2, wirkt schal und kann schlecht zapfbar sein.
Untergärig
Kühl vergoren
Untergärig
Gärung bei niedrigeren Temperaturen. Ergibt oft ein sehr klares, sauberes Profil.
Ursud
Erster Sud
Ursud
Begriff aus Brauereikontexten für einen ersten oder besonderen Sud. Oft intern genutzt, nicht standardisiert.
V
Vakuumfüller
Abfülltechnik
Vakuumfüller
Abfüllanlage, die unter reduzierter Luft arbeitet. Kann Sauerstoffeintrag senken und Frische besser erhalten.
VDK
Diacetyl-Gruppe
VDK
Vicinale Diketone wie Diacetyl. Hefe baut sie in der Reifephase ab, das Bier wirkt sauberer.
Vergärungsgrad
Trockenheit
Vergärungsgrad
Zeigt, wie viel Zucker vergoren wurde. Höher wirkt trockener, niedriger wirkt süßer und voller.
Verkostungsglas
Sensorik-Werkzeug
Verkostungsglas
Passende Glasform unterstützt Geruch und Geschmack. Ein neutrales, sauberes Glas ist für Vergleich wichtig.
Verplombung
Sicherheitsverschluss
Verplombung
Siegel oder Plombe an Gebinden. Dient als Hinweis auf Unversehrtheit und Originalität, je nach Produkt.
Viskosität
Cremigkeit
Viskosität
Beschreibt die gefühlte Dichte im Mund. Beeinflusst durch Restextrakt, Eiweiß und Alkohol.
Vollbier
Kategorie
Vollbier
Einordnung nach Stammwürze. Viele Standardbiere liegen in diesem Bereich.
Vorderwürze
Erste Würze
Vorderwürze
Erster Ablauf beim Läutern. Häufig konzentrierter und teils für besondere Hopfengaben genutzt.
Vorlauf
Würze klären
Vorlauf
Anfangs trübe Würze wird zurückgegeben, bis klarer Ablauf entsteht. Hilft für saubere Würze.
Vorschäumen
Schaum vor Bier
Vorschäumen
Zu frühe Schaumbildung beim Zapfen. Ursachen sind oft zu warmer Ausschank, falscher Druck oder verschmutzte Leitungen.
W
Wärmetauscher
Würze kühlen
Wärmetauscher
Gerät zum schnellen Kühlen der Würze nach dem Kochen. Schnell kühlen reduziert DMS-Risiko und schützt Aroma.
Warmreifung
Diacetylrast
Warmreifung
Kurze Warmphase nach der Gärung. Unterstützt den Abbau von Diacetyl und anderen Reststoffen.
Wasserprofil
Mineralien
Wasserprofil
Verhältnis von Mineralien beeinflusst Hopfen und Malzgefühl. Chlorid wirkt oft runder, Sulfat betont Bittere.
Weichwasser
Geringe Mineralien
Weichwasser
Wasser mit niedriger Härte. Kann für manche Stile vorteilhaft sein, Mineralprofil wird oft gezielt eingestellt.
Weizenbier
Obergärig
Weizenbier
Stil mit Weizenanteil, oft hefebetont. Typisch sind Banane und Nelke je nach Hefe.
Whirlpool
Trub sammeln
Whirlpool
Rotation sammelt Trub zentral, klarere Würze wird abgezogen. Wichtig für Klarheit und Prozessstabilität.
Würze
Bierbasis
Würze
Süße Flüssigkeit vor der Gärung. Entsteht aus Maischen und Läutern, wird gekocht, gehopft und gekühlt.
Würzebruch
Trubbildung
Würzebruch
Ausfällung von Eiweiß und Polyphenolen beim Kochen. Gute Abscheidung unterstützt Klarheit und Stabilität.
Würzekochen
Bittere und Stabilität
Würzekochen
Kochen baut Bittere auf und treibt unerwünschte Stoffe aus. Gleichzeitig bildet sich Trub zur Abscheidung.
Würzemessung
Spindel und Refraktometer
Würzemessung
Messung von Dichte oder Stammwürze. Wichtig für Rezeptkontrolle, Alkoholabschätzung und Vergärung.
X
X-Charge
(selten) Hopfencharge
X-Charge
Begriff aus interner Brauerei-Logik: Kennzeichnung einer Charge. Kann in Logs vorkommen.
X-Mas Ale
Weihnachtsbier
X-Mas Ale
Bezeichnung für saisonale Winter- und Weihnachtsbiere. Meist malziger, würziger und etwas kräftiger.
X-Rate
Interne Kennzahl
X-Rate
Manche Brauereien nutzen interne Kürzel für Chargen oder Prozesse. Nicht standardisiert, kann in Logs auftauchen.
Xanthohumol
Hopfenstoff
Xanthohumol
Inhaltsstoff aus Hopfen, der in Fachkontexten erwähnt wird. Im fertigen Bier meist nur in kleinen Mengen.
XPA
Extra Pale Ale
XPA
Sehr helles Pale Ale mit Fokus auf Trinkbarkeit. Häufig moderater Körper und frisches Hopfenaroma.
Xtra Stout
(selten) Bezeichnung
Xtra Stout
Gelegentlich genutzter Zusatz für kräftigere Stouts. Nicht standardisiert.
Xylit
Zuckeraustauschstoff
Xylit
Manchmal in experimentellen, sehr speziellen Rezepten erwähnt. Im Bieralltag selten relevant, eher Randthema.
Xylulose
(selten) Zuckerbegriff
Xylulose
Kann in Rohstoff-/Labor-Kontexten auftauchen. Sensorisch im Bier normalerweise nicht als einzelner Begriff relevant.
Y
Yard of Ale
Glasformat
Yard of Ale
Sehr hohes Glas, meist Show-Objekt. Praktisch schwer zu trinken, aber als Gag bekannt.
Yeast
Englisch für Hefe
Yeast
In Rezepten und Hefestämmen häufig genutzt. Gemeint ist die Hefe, die die Gärung durchführt.
Yeast Cake
Hefekuchen
Yeast Cake
Hefeschicht am Tankboden nach der Gärung. Kann für Ernte/Weiterverwendung relevant sein.
Yeast Nutrient
Hefenährstoff
Yeast Nutrient
Zusätze zur besseren Gärung. Können Stress reduzieren und Fehlnoten vorbeugen.
Yield
Ausbeute
Yield
Englischer Begriff für Ausbeute/Ertrag im Sudhaus. Wichtig für Planung und Konstanz.
Yorkshire Square
Gärbottich-System
Yorkshire Square
Traditionelles System aus England für obergärige Biere. Beeinflusst Gärverhalten und teils das Aromaprofil.
Young Beer
Jungbier
Young Beer
Englischer Begriff für Jungbier, also Bier nach der Hauptgärung vor der Reife.
Yuzu
Zitruszutat
Yuzu
Japanische Zitrusfrucht, gelegentlich in Spezialbieren. Bringt frische, leicht herbe Zitrusnoten.
Z
Zapfanlage
Ausschanktechnik
Zapfanlage
Besteht aus Gas, Kühlung und Leitungen. Reinigung und Einstellung entscheiden über Schaum und Geschmack.
Zapfdruck
Druck einstellen
Zapfdruck
Muss zu Temperatur und Leitung passen. Zu hoch schäumt, zu niedrig verliert das Bier CO2.
Zapftemperatur
Stilgerecht
Zapftemperatur
Beeinflusst CO2-Bindung und Aroma. Pils meist kühler, starke Biere oft etwas wärmer servieren.
Zuckerung
Speise-Dosierung
Zuckerung
Zucker oder Speise für Nachgärung und CO2-Aufbau. Exakte Dosierung verhindert Überkarbonisierung.
Zugabe (Hopfengabe)
Timing im Brauprozess
Zugabe (Hopfengabe)
Zeitpunkt und Menge einer Hopfengabe beeinflussen Bittere und Aroma. Frühe Gabe eher bitter, späte eher aromatisch.
Zuläutern
Würze sammeln
Zuläutern
Teil des Läuterns, bei dem klare Würze abläuft und gesammelt wird. Ziel ist Klarheit ohne unerwünschte Gerbstoffe.
Zweiwegespundventil
Druck halten
Zweiwegespundventil
Ventil zur Druckregelung bei Gärung oder Lagerung. Unterstützt kontrollierte CO2-Bindung und Sicherheit.
Zwickel
Frisch vom Tank
Zwickel
Meist unfiltriert und sehr frisch. Leicht hefetrüb und weich ist oft gewünscht.
Zwickelhahn
Probeentnahme
Zwickelhahn
Hahn am Tank oder an der Leitung zur Probeentnahme. Wichtig für Sensorik, Laborwerte und Reife-Check.
Zymurgie
Gärungslehre
Zymurgie
Wissenschaft rund um Gärprozesse. Verbindet Mikrobiologie, Biochemie und Prozessführung.