Gut Forsting Grünhopfenpils

Gut Forsting Grünhopfenpils eingeschenkt im Biertest
Unser Biertest

Gut Forsting Grünhopfenpils

Privat-Brauerei Gut Forsting e.G. Pils
Unsere Note
6,00 / 10
Christian 5,50/10 Mirco 6,50/10
Steckbrief

Gut Forsting Grünhopfenpils auf einen Blick

Pils · Privat-Brauerei Gut Forsting e.G.

BierstilPils
Alkohol5,0 % Vol.
Stammwürzeohne Angabe
Bittereohne Angabe
Gärungsartuntergärig
HerkunftForsting · Bayern · Deutschland
Zutaten Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Unser Eindruck

So schmeckt uns das Gut Forsting Grünhopfenpils

Manchmal sind es die kleinen Besonderheiten, die ein Bier interessant machen. Im Fall des Gut Forsting Grünhopfenpils ist es der verwendete Frischhopfen – auch Grünhopfen genannt – der dieses Pils zu einem saisonalen Spezialbier macht. Dabei wird direkt nach der Ernte ungetrockneter Hopfen eingesetzt, was dem Bier eine gewisse Frische verleihen soll. In der Theorie verspricht das eine ganz eigene Aromatik – wie sich das in der Praxis auswirkt, haben wir in unserem Biertest unter die Lupe genommen.

Optisch macht das Grünhopfenpils beim Einschenken zunächst einen recht lebhaften Eindruck. Die hellgelbe Farbe wird durch eine leichte Trübung gebrochen, was dem Bier ein eher naturbelassenes Aussehen verleiht. Besonders auffällig ist die Schaumbildung: Der mittel- bis großporige, luftige Schaum türmt sich ordentlich auf und bleibt mittel bis langanhaltend bestehen. Er haftet leicht am Glasrand, verliert aber nach einer Weile an Volumen. Insgesamt wirkt das Bier dadurch zunächst etwas ungestüm, aber nicht ungepflegt.

In der Nase zeigt sich das Gut Forsting Grünhopfenpils mit frischen, leicht grasigen und hopfigen Noten, begleitet von einem Hauch Fruchtigkeit. Die Geruchsintensität ist dabei eher zurückhaltend – man muss schon näher ans Glas gehen, um die Aromen einzufangen. Ob das an der gewählten Hopfensorte Mandarina Bavaria liegt oder auch am Einsatz des frischen Hopfens selbst, können wir nicht beurteilen. Wer aber auf eine klare, dominante Duftnote gehofft hat, könnte hier etwas enttäuscht sein.

Der Antrunk gestaltet sich mild und erfrischend, mit einem eher schlanken Körper. Die Kohlensäure ist gut eingebunden und bringt eine gewisse Spritzigkeit, ohne aufdringlich zu wirken. Geschmacklich bleibt das Bier zunächst sehr zurückhaltend: Eine frische Grundnote, ein Hauch von Frucht, und ein insgesamt mildes, fast schon neutrales Profil prägen den ersten Eindruck. Von der namensgebenden Hopfensorte „Mandarina Bavaria“, die für zitrusartige Aromen bekannt ist, bleibt geschmacklich nur wenig spürbar – das überrascht, da gerade diese Note sonst oft stärker durchkommt. Mit zunehmendem Trinken fällt besonders der extrem trockene Abgang auf. Die Trockenheit zieht sich deutlich in den Nachtrunk hinein, in dem auch eine leichte Säure spürbar wird.

Christian fragt sich, ob der eingesetzte Grünhopfen für das insgesamt sehr milde Geschmacksprofil sorgt. Der von Mandarina Bavaria erwartete fruchtige Charakter bleibt aus seiner Sicht fast vollständig aus. Er vergibt daher 5,50 Punkte. Mirco bewertet ein wenig wohlwollender, bleibt mit 6,50 Punkten aber ebenfalls im durchschnittlichen Bereich. Gemeinsam landen wir bei einer Gesamtnote von 6,00 Punkten, was das Gut Forsting Grünhopfenpils als Bier einordnet, das zwar handwerklich sauber wirkt, aber sensorisch eher zurückhaltend und wenig charakterstark bleibt.

Schnellüberblick

Gut Forsting Grünhopfenpils im Geschmacksprofil

Optik

Farbe: hellgelb

Trübung: trüb

Schaum: sehr viel · mittel bis langanhaltend

Geruch

Intensität: schwach bis mittel

Balance: frisch, fruchtig, hopfig, leicht grasig

Mundgefühl

Kohlensäure: mittel

Geschmack

frisch, mild, leicht fruchtig, trocken

Gut Forsting Grünhopfenpils
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