Hirsch Hefe Weisse
Hirsch Hefe Weisse auf einen Blick
Weizenbier · Hirsch-Brauerei Honer GmbH & Co. KG
So schmeckt uns das Hirsch Hefe Weisse
Bewertung von Christian:
Ein weiteres Bier wird nun getestet, welches wir als Dank von der Beertasting App für das fleißige Biertesten 2022 erhalten haben.
Das Weizenbier sieht erstmal recht schön aus, auch wenn wir ausnahmsweise keine Weizengläser genommen haben. Das wäre aber beim Teilen der kleinen 0,33l Flasche sehr albern gewesen. Optisch haben wir hier einen schönen weißen Schaum auf einem gelbgoldenen Bier. Der Geruch ist fruchtig nach Banane und auch Aprikose. Ebenso eben auch der typische Weizenbiergeruch nach Hefe und Weizenmalz. Im Antrunk haben wir vor allem eine recht ordentliche Fruchtnote. Auch hier kommt ein Mix aus Banane und anderen Früchten zusammen. Ein Mix aus Zitrusfrüchten und auch anderen Steinfrüchten. Ob nun Aprikose, Pfirsich oder sonst was, das kann ich nicht konkret definieren. Was auffällt ist vor allem das weiche Mundgefühl beim trinken. Hier scheint sehr weiches Wasser genutzt worden zu sein. Zudem ist die Kohlensäure passabel ausgeprägt und sorgt für ausreichend Spritzigkeit, auch wenn ich das von Weizenbieren teils noch stärker kenne. Ich finde das hier aber sehr gut eingebunden und vermisse nichts. Der Ausklang des Bieres erhält noch eine deutliche Säurenote und dazu vor allem eine Trockenheit. Sonderlich viel Bittere ist hier nicht zu erkennen.
Insgesamt ein Weizenbier, welches ich sehr gut trinken kann. Ein schöner Mix aus den fruchtigen Aromen. Die typische Nelke ist kaum vorhanden, was mir gut gefällt. Vielleicht einen Schlag zu trocken im Ausklang. Ansonsten durchaus gelungen und ist mir hier satte 9 Punkte wert.
Bewertung von Mirco:
Ein Weißbier aus einer 0,33-Liter-Flasche… das muss man sich als süddeutsche Brauerei erst mal trauen ;-). Das kleine Bierchen stammt aus einer der südlichsten Brauereien des Landes und überzeugt vor allem durch seine geballte Fruchtkombination, als da wären: Banane (logisch), Pfirsich, Ananas und Aprikose.
Erstaunlicherweise kann ich vor allem Banane und Pfirsich herausriechen, während ich geschmacklich eher bei der Aprikose oder beim Pfirsich lande. Ob ich darauf gekommen wäre, ohne zuvor einen Blick auf die Geschmacksrichtung zu werfen, wahrscheinlich kaum. Dass es sich um ein Weizenbier handelt, das erkennt man auf jeden Fall bereits in der Blindverkostung. Die typischen Fruchtnoten nach Banane, kombiniert mit einer recht dominierenden Hefe, sind schon festzustellen.
Was generell auffällt und für ein Weizenbier untypisch ist, ist der sehr weiche, cremige Antrunk. Während die meisten Weizenbiere prickeln wie Sau, hat man hier eine dezente Kohlensäure im Glas, die von einem regelrecht sanften Körper ummantelt wird. Sehr angenehm zu trinken – Schluckauf-Gefahr = 0.
Je öfter ich zugreife, umso mehr gefällt mir der Haupttrunk, aber umso merkwürdiger finde ich den Ausklang – denn hier kommt ein (für mich) leichtes Nelkenaroma durch. Das überdeckt die satte Fruchtexplosion zur Mitte ein bisschen. Das trübe, golden-gelbe Bierchen hat, kategorietypisch, mit Bitterkeit überhaupt nichts zutun und überzeugt viel mehr durch krasse Fruchtnoten. Ich komme dennoch „nur“ auf 7 Punkte, da es mir fast schon ein wenig zu intensiv ist.
Hirsch Hefe Weisse im Geschmacksprofil
Farbe: Gelb-Gold
Trübung: trüb
Schaum: mittel · langanhaltend
Intensität: mittel
Balance: Banane, Ananas, fruchtig, hefig
Kohlensäure: mittel
geschmeidig, cremig, Banane, Pfirsich, Ananas, Aprikose, feine Zitrusnote
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