Franziskaner Premium Weißbier Dunkel
Franziskaner Premium Weißbier Dunkel auf einen Blick
Weizenbier · Spaten-Franziskaner-Bräu GmbH
So schmeckt uns das Franziskaner Premium Weißbier Dunkel
Bewertung von Christian
Zum Abschluss der heutigen Bierverkostung gibt es ein dunkles Weizenbier aus dem Hause Franziskaner. Ganz selbstbewusst hat man mal Premium mit auf die Flasche geschrieben. Mal schauen, ob sie dieses Wort halten können.
Optisch, nunja…leider ist der Schaum kaum vorhanden. Ich hab aber eigentlich eingeschenkt wie üblich, also daran sollte es nicht liegen. Farblich geht das Bier für mich schon sehr ins Braune auch wenn die Brauerei hier eine “dunkle Bernsteinfarbe” angibt. Der Geruch des Bieres ist relativ klassisch. Einerseits fruchtig, andererseits auch würzig und vor allem irgendwie hefig. Im Antrunk ist eine relativ deutliche Säure zu schmecken, gemeinsam mit einer Würze. Die Fruchtigkeit (so typisch Banane) habe ich hier deutlich weniger. Die Kohlensäure sorgt für ein sehr spritziges Mundgefühl. Im Abgang bleibt das Bier eher flach. Es läuft doch sehr mild aus, wobei die Säure eigentlich durchgängig mitschwingt.
In der Blindverkostung würde ich dieses Weizen auch auf keinen Fall in der “dunklen Ecke” verorten. Da fehlen dann doch ein wenig die Malznoten.
Ich werde wohl kein großer Fan dieses Bieres. Einerseits ist mir der Säureanteil zu groß, irgendwie fehlt auch ein wenig der Wiedererkennungswert. Auch wenn ich Weizen mag, aber hier ist leider für mich nicht alles so stimmig und süffig. Tue mich tatsächlich etwas schwer damit das in eine Bewertung zu fassen. Ob es heute nur einfach nicht “mein Weizentag” ist oder ob es doch an diesem Bier liegt, ich weiß es nicht, aber leider komme ich hier echt nicht über 6 Punkte hinaus.
Bewertung von Mirco
Ein Weizenbier, auf das ich mich schon länger gefreut habe. Da ich ja inzwischen ein Fan von netten Weizenbieren geworden bin, taste ich mich auch gerne einmal an dunkle Varianten heran. Das Franziskaner Weißbier hat mich zunächst einmal verwundert, denn: Wo bitte ist der für ein Weizenbier typische Schaum? Von Schaumbildung geschweige denn von einer Haltbarkeit des Schaumes ist (zumindest in meinem Glas) nichts zu sehen. Immerhin ist es dunkel, hübsch trüb und riecht genau so, wie ein Weizenbier eben riechen muss: relativ stark, fruchtig-süß und – das ist in diesem Fall besonders – sehr stark nach Hefe.
Klar, das Bierchen ist auch als „Hefe-Weißbier“ bekannt. Kennt Ihr aus dem Kühlregal die typischen Hefe-Quadrate bzw. Hefe-Klumpen, die man zum Backen kaufen kann? Genau das ist der Geruch, der einem hier sofort in die Nase strömt, wenn man das Bier einschenkt. Aber so muss es ja auch sein, schließlich gehört es ja auch in die Kategorie.
Im Antrunk überwiegen die Hefenoten deutlich. Durch die erfrischende Kohlensäure setzt unmittelbar nach dem ersten Schluck ein gewisser Durstlöschfaktor ein. Das Bierchen ist aromatisch, vollmundig, abgerundet und äußerst süffig. Im Abtrunk kommen wiederum die eingangs schon identifizierten Hefenoten heraus.
Mein Fazit: Geschmack schlägt Geruch. Immer dann, wenn ich zum Trinken ansetze, habe ich sofort die Hefenoten in der Nase. Das geht mir mit der Zeit etwas auf die Nerven. Der Geschmack hingegen ist toll, fein ausgewogen und harmonisch – das passt schon alles ganz gut zusammen. Hätte ich jetzt noch ein bisschen mehr Schaum im Glas, würde das subjektive Wohlfühl-Gefühl auch einsetzen. Ich komme aber trotz allem auf 7 Punkte. Alles top – ein klassisches Hefe-Weißbier, das man echt immer bringen kann.
Franziskaner Premium Weißbier Dunkel im Geschmacksprofil
Farbe: Bernstein-Braun
Trübung: trüb
Schaum: wenig · kurzanhaltend bis mittel
Intensität: stark
Balance: süß, fruchtig, Hefe
Kohlensäure: mittel bis viel
erfrischend spritzig, samtig-weich, aromatisch, vollmundig
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