Erdinger Weißbräu Schneeweiße

Erdinger Schneeweiße2
Unser Biertest

Erdinger Weißbräu Schneeweiße

Privatbrauerei ERDINGER Weißbräu Werner Brombach GmbH

Weizenbier

Unsere Note

4,75
/ 10

Christian 3,50/10
Mirco 6,00/10

Steckbrief

Erdinger Weißbräu Schneeweiße auf einen Blick

Weizenbier · Privatbrauerei ERDINGER Weißbräu Werner Brombach GmbH

BierstilWeizenbier

Alkohol5,60 % Vol.

Stammwürze12,9 °P

Bittere11 IBU

Gärungsartobergärig

HerkunftErding · Bayern · Deutschland
Zutaten
Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Unser Eindruck

So schmeckt uns das Erdinger Weißbräu Schneeweiße

Bewertung von Christian

Auch wenns gerade erst langsam kühler wird (zumindest hier im Westen der Republik), ein Erdinger Schneeweiße kann ja nicht schaden, um den Schnee etwas anzulocken 😉

Optisch gefällt mir erstmal sowohl die Flasche, als auch der Deckel, das mal so nebenbei. Aber auch das Bier sieht toll aus. Also sollte mal ein Produktfotograf nach dem optimalen Weizenbier suchen, hier findet er zumindest eines, welches sehr nah dran kommt.

Das war es dann aber auch im ersten Moment mit der Ähnlichkeit zum Weizenbier finde ich. Schon der Geruch lässt eine etwas andere Art an Weizenbier vermuten, ist er doch deutlich weniger fruchtig und sogar leicht würzig.

Im ersten Schluck finde ich die Erdinger Schneeweiße auch gar nicht weizentypisch. Ganz ehrlich, in einer Blindverkostung hätte ich hier versagt. Vielleicht wird hier jeder Biersommelier lachen, aber wir sind hier eben nur Laien und ich denke, damit vertreten wir dann eben auch eher die Masse der Biertrinker. Ich schmecke im Antrunk eine Würze in dem Bier, die ich von Weizenbieren überhaupt nicht kenne, zumal diese echt stark schmeckt. Mir persönlich sagt das auch nicht wirklich zu. Ich vermisse hier echt die lockere Süße, die ich sonst von Weizenbieren kenne. Klar, eine feine malzige Süße schmeckt man noch, aber die bleibt doch dezent im Hintergrund verborgen. Auch dieser typische Hefegeschmack, den man eben so kennt, nehme ich hier nicht so stark war. Vermutlich würde ich auch deshalb kaum denken, dass wir es hier echt mit einem Weizen zu tun haben. Im Abgang ist hier noch eine recht metallische Herbe zu schmecken.

Man merkt vielleicht, dass ich mich in der Bewertung echt schwer tue. Ich weiß aber auch nicht so richtig, was ich mit diesem Bier anfangen soll. Schade, in Summe habe ich mir hier echt mehr versprochen, aber mein Fall ist die Schneeweiße von Erdinger leider nicht so. Als Weizenfan tut es mir in der Seele weh, aber ich komme hier echt nicht über 3,5 Punkte hinaus.

Bewertung von Mirco

Krass – was bitte trinken wir hier? Ein Bier, das mich wirklich in allen Belangen überrascht, weil ich damit einfach nicht gerechnet hatte. Auf der Flasche steht „Schneeweiße“, was ein „Weißbier“ bzw. ein „Weizenbier“ erahnen lässt. In der Tat erinnert beim Erdinger Schneeweiße allerdings sehr wenig an ein typisches Weizenbier. Die klassischen Bananen-Aromen sowie die deutlich zu schmeckende Hefe sucht man hier vergeblich. Das Süß-Milde hingegen ist definitiv vorhanden. Ich habe daher die größten Probleme damit, das vor mir stehende Getränk in irgendeine Kategorie einzuordnen. Möglicherweise muss die Kategorie neu erfunden werden? Malzig, würzig, süß, mild, fruchtig – alles passt geruchstechnisch irgendwie nicht so richtig… – und doch ein bisschen.

Hangele ich mich entlang dem, was Erdinger selbst schreibt, so kann ich den Geschmack nach „roten Beeren und Nüssen“ kaum bestätigen. Wenn ich mich auf das Geruchs- und Geschmacksaroma konzentriere, kann man vielleicht darauf kommen. Aber von selbst? Sorry, nein. Etwas hopfig und vielleicht sogar würzig im Abgang? Ja. Das erkenne ich auch. Süffig und charaktervoll? Ja. Auch das. Aber was sagt das schon aus? Ich schwimme hier und habe Schwierigkeiten, das Bier vernünftig einzusortieren.

Jetzt mal fernab von jeglichen Kategorien und Geschmacksbezeichnungen: Nach reichlicher Überlegung und viel Hin und Her lande ich bei einer metallischen, kühlen, kalten Note (auch nach Rücksprache mit Christian, da er vor allem die letzten beiden Noten geruchstechnisch definiert hat). Das „Blecherne“, leicht „Metallische“ bleibt für mich vor allem im Abgang bestehen. Dadurch wirkt das Bier „kühl“ und wird seinem Namen dabei natürlich gerecht. Aus dieser Hinsicht kann man sicherlich sagen: Auftrag erfüllt.

Bewertungstechnisch tue ich mich sehr schwer, da mir ein klassisches Weizenbier einfach besser schmeckt. So: Und weil meine Erwartungshaltung einfach nicht erfüllt werden konnte – letztendlich – gibt es hier auch „nur“ 6 Punkte.

Schnellüberblick

Erdinger Weißbräu Schneeweiße im Geschmacksprofil

Optik

Farbe: Gold bis Bernstein

Trübung: trüb

Schaum: sehr viel · langanhaltend

Geruch

Intensität: schwach bis mittel

Balance: süß, mild, leicht fruchtig

Mundgefühl

Kohlensäure: viel

Geschmack

samtweiche Malzaromen, leicht süß, geschmeidig, kräftig, dezent hopfenbitter

Erdinger Weißbräu Schneeweiße
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8,50/10 · 2 Bewertungen
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