Waldhaus Schwarzwald Weisse
Mirco 9,00/10
Waldhaus Schwarzwald Weisse auf einen Blick
Weizenbier · Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH
So schmeckt uns das Waldhaus Schwarzwald Weisse
Bewertung von Christian:
Das Schwarzwald Weisse Hefe-Weizen ist gelb und trüb im Glas. Dazu oben auf eine eher überschaubare, aber doch stabile Schaumkrone, die recht cremig wirkt. Im Geruch typisch Weizenbier: Bananig, fruchtig und hefig, dazu etwas würzig.
Im Antrunk erlebt man dann zunächst ein frisches, aber nicht extrem spritziges Weizen. Da kenne ich auch andere Kandidaten. Dazu merkt man sofort eine samtige Konsistenz, fast schon cremig. Geschmacklich sind wir hier schon sehr im Bereich der Hefe unterwegs, die deutlich zu schmecken ist. Man nimmt aber auch Banane sowie Zitrusfrucht geschmacklich wahr. Im Abgang wird das Bier deutlich trockener und präsentiert dann ein wenig Hopfenbittere und vor allem einen stärkeren Säureanteil.
Hier haben wir ein leckeres, süffiges Weizen, welches von der Aromatik mal einen etwas anderen Weg geht meiner Meinung nach. Es ist jedenfalls nicht der doch oft ähnlich schmeckende “Einheitsbrei”. Aber irgendwie werd ich hier auch nur bedingt damit warm. Klar, lässt sich trinken und kann ich mir auch durchaus vorstellen, dass ich davon im Biergarten mehr als nur eins trinke. Absolut umgehauen hat es mich dann aber auch wieder wieder nicht. Insofern gebe ich hierfür gute 7 Punkte.
Bewertung von Mirco:
Was bitte haben wir denn hier? Ein Hefe-Weizen in einer 0,33-Liter-Flasche. Da muss ich mich ja direkt mal beschweren, dass ich mein vernünftiges 0,5-Liter-Weizenglas nicht vernünftig füllen kann. Nun gut, sei es drum. Die „Schwarzwald-Weiße“ von Waldhaus riecht erst einmal so, wie ein Weizenbier eben auch riechen muss: Sehr fruchtig, sehr frisch und natürlich klassischerweise nach Hefe und Banane. Gerade die Hefenoten kommen meiner Meinung nach recht deutlich durch.
Im Antrunk erkenne ich zunächst nur einen sehr frischen Charakter: Das Bier löscht den Durst sofort und innerlich verlangt man direkt nach dem nächsten Schluck. Im Haupttrunk kommen die Geschmacksnoten richtig gut durch: Zum einen haben wir hier eine sehr starke Hefenote im Bier, die für einen sehr auffälligen und etwas strengen Geschmackscharakter sorgt. Zum anderen kommen Fruchtnoten mit hinzu, die das Geschmackserlebnis wieder etwas „neutralisieren“, bzw. die Trinkbarkeit deutlich erhöhen.
Insgesamt haben wir hier eine sehr feine Mischung aus Hefe- auf der einen Seite und starker Fruchtnoten, fast schon leicht exotisch, auf der anderen Seite. Eine leicht säuerliche Note entsteht ehrlicherweise im Abgang. Diese bleibt aber so gering, dass sie kaum einen Einfluss auf das Geschmackserlebnis hat.
Im Fazit bleibe ich dabei: Frucht und Hefe kämpfen um die Vorherrschaft in diesem Bier. Insgesamt ist es ein richtig tolles und sehr gut trinkbares Weizenbier, das ich mir jederzeit gerne bestellen möchte. 9 Punkte.
Waldhaus Schwarzwald Weisse im Geschmacksprofil
Farbe: Gelb
Trübung: trüb
Schaum: mittel · mittel bis langanhaltend
Intensität: mittel bis stark
Balance: fruchtig, bananig, leicht würzig, leicht hefig
Kohlensäure: mittel
spritzig-mild, fein, fruchtig, leichte Hefe

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Das ist doch mal ein ordentliches Ding! Kann man wirklich gut trinken, ein feines Bierchen für zwischendurch.