Tucher Nürnberger Rotbier
Rotbier
Mirco 6,00/10
Tucher Nürnberger Rotbier auf einen Blick
Rotbier · Tucher Privatbrauerei GmbH & Co. KG
So schmeckt uns das Tucher Nürnberger Rotbier
Bewertung von Christian:
Erstmal muss ich Tucher für das schöne Etikett loben. Das passt zum Thema, dass man hier eine alte Brautradition wieder aufleben lassen möchte. Optisch haben wir es mit einem bersteinfarbenen und trüben Bier zu tun, welches eine leicht beigefarbene, feinporige Blume ausbildet.
Der Antrunk ist malzig mit einer sehr feinen Süße. Das Ganze wirkt sehr frisch, ist trotzdem nicht belanglos sondern eher vollmundig im Körper. Leicht röstige Noten und kleine Hopfenspitzen merkt man im Hauptteil, während sich dann zum Abgang hin eine leichte Herbe recht kurzweilig im Mund präsentiert.
Also die Einordnung dieses Bieres fällt mir jetzt gerade etwas schwer. Einerseits kommt es gerade zur rechten Zeit, bin ich doch übelst vollgefressen. Somit war meine Trinkgeschwindigkeit hier fernab von Gut und Böse. Andererseits muss ich auch sagen, dass dies vielleicht über meinen persönlichen Geschmack hinweg täuscht. Denn so richtig entwickelt sich dieses Bier weder in die malzige, noch in die hopfig-bittere oder würzige Richtung. Aber eins ist klar, es lässt sich wunderbar in großen Schlucken trinken und das halte ich dem Rotbier jetzt zu Gute. Alles in allem vergebe ich somit sehr ordentliche 7 Punkte.
Bewertung von Mirco:
Von Tucher haben wir bisher schon das eine oder andere Bierchen getrunken. Heute steht das Rotbier naturtrüb auf dem Programm. Das Original Nürnberger Bier aus dem Hause Tucher ist, wie der Name unschwer vermuten lässt, Bernstein/Kupfer in der Farbe und natürlich trüb im Glas. Es hat ein sehr auffälliges Etikett und eine Banderole, die sich über den Kronkorken zieht. Schön für alle Sammler: Die Banderole lässt sich mühelos entfernen, so dass der Kronkorken nicht beeinträchtigt ist.
Die Schaumbildung war völlig okay und auch die Haltbarkeit war in Ordnung. Ganz nett: Der Schaum ist extrem weich und geschmeidig. Nachdem mir der Geruch malzig-süß vorkam und mich ein wenig an Lakritz erinnerte, war der Antrunk überraschend farblos. Ich habe das Bier zugegebenermaßen aber auch mit 2-3 sehr großen Schlucken angetrunken und habe dabei recht wenig geschmeckt. Es hat den Durst zunächst ganz gut gestillt, bildete aber keine besonders einprägsamen Geschmacksaromen aus. Diese kamen eher im Haupttrunk und noch stärker im Abgang zur Geltung. Hier sind es recht malzig-herbe Noten, die ich bemerke. Die Süße rückt klar in den Hintergrund. Im Nachgeschmack erkenne ich ebenfalls leicht herbe und malzbetonte Noten, vielleicht ist es sogar ein kleines bisschen rauchig/röstig. Interessanterweise entsteht ein recht trockenes Mundgefühl, gleichzeitig aber eine gewisse „Klebrigkeit“ auf der Zunge und im Mund.
Insgesamt ein ganz gut trinkbares Bier, mit einem etwas zu langanhaltenden Nachgeschmack. Es wird vorerst nicht zu meinen absoluten Favoriten gehören, aber ganz gut trinken kann ich dieses Rotbier allemal. Ich lande bei 6 Punkten.
Tucher Nürnberger Rotbier im Geschmacksprofil
Farbe: Bernstein-Kupfer
Trübung: trüb
Schaum: viel · mittel bis langanhaltend
Intensität: schwach bis mittel
Balance: malzig, süß, Lakritz
Kohlensäure: mittel
ausgewogen, kraftvoll, lebendig, süß, malzig

Wie schmeckt euch das Tucher Nürnberger Rotbier?
Bewertet das Bier und vergleicht eure Meinung mit anderen Bierfans.



