Flensburger Kellerbier
Flensburger Kellerbier auf einen Blick
Zwickel-/Kellerbier · Flensburger Brauerei Emil Petersen GmbH & Co. KG
So schmeckt uns das Flensburger Kellerbier
Ein Kellerbier aus dem hohen Norden ist für uns immer ein kleiner Stilbruch, denn gedanklich verorten wir diesen Bierstil eher in Bayern als in Schleswig-Holstein. Genau deshalb waren wir gespannt, was das Flensburger Kellerbier im Glas tatsächlich liefert.
Optisch macht es erst einmal alles richtig. Die Farbe zeigt sich in einem satten Bernstein, begleitet von einer deutlichen Trübung, wie man sie bei einem Zwickel oder Kellerbier erwartet. Die hellbeige Schaumkrone baut sich kräftig auf, haftet schön am Glasrand und bleibt angenehm stabil stehen. Das wirkt stimmig, handwerklich und durchaus einladend.
In der Nase begegnet uns eine solide malzige Basis, dazu eine leichte Süße und ein Hauch Karamell, der dem Bier Wärme verleiht. Die Intensität ist mittel, weder besonders ausdrucksstark noch flach. Es riecht ehrlich und bodenständig, ohne große Überraschungen.
Im Antrunk zeigt sich das Kellerbier sehr ruhig. Die Kohlensäure ist eher zurückhaltend, was dem Bier ein weiches und fast schon cremiges Mundgefühl verleiht. Geschmacklich stehen deutliche, aber milde Malzaromen im Vordergrund. Ergänzt wird das Ganze durch dezente karamellige Süße und ganz leichte Fruchtnuancen, die man eher erahnt als klar erkennt. Alles wirkt sauber aufeinander abgestimmt, aber eben auch ohne besondere Ecken oder Kanten.
Der Abgang bringt eine dezente Bittere, die das Malz angenehm einfängt und das Bier trocken ausklingen lässt. Genau dieser Moment sorgt dafür, dass das Kellerbier nicht zu süß wirkt und insgesamt gut trinkbar bleibt.
Unser Fazit fällt entsprechend nüchtern aus. Es ist ein solides, rundes Kellerbier, das man gut trinken kann, das uns aber nicht nachhaltig überrascht. Christian und Mirco vergeben jeweils 7,0 Punkte, sodass wir bei einer Gesamtnote von 7,0 landen.
Flensburger Kellerbier im Geschmacksprofil
Farbe: Bernstein
Trübung: trüb
Schaum: viel · mittel bis langanhaltend
Intensität: mittel
Balance: malzige Basis, etwas süßlich, ggf. Karamell
Kohlensäure: wenig
deutliche aber milde Malzaromen, dezent süßliche Karamellnoten, geringe Fruchtnuancen
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