Schönramer Gold

Schönramer Gold eingeschenktr im Biertest
Unser Biertest

Schönramer Gold

Private Landbrauerei Schönram GmbH & Co. KG Märzenbier
Unsere Note
7,25 / 10
Christian 6,50/10 Mirco 8,00/10
Steckbrief

Schönramer Gold auf einen Blick

Märzenbier · Private Landbrauerei Schönram GmbH & Co. KG

BierstilMärzenbier
Alkohol5,70 % Vol.
Stammwürze13,5 °P
Bittere24 IBU
Gärungsartuntergärig
HerkunftPetting / Schönram · Bayern · Deutschland
Zutaten Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Unser Eindruck

So schmeckt uns das Schönramer Gold

Mit dem Schönramer Gold haben wir ein Märzenbier im Glas, das sich durch seine Herkunft aus der Privaten Landbrauerei Schönram bereits einen gewissen Namen gemacht hat – vor allem bei Liebhabern traditioneller, süddeutscher Braustile. Das untergärige Bier aus dem bayerischen Petting zeigt sich beim Einschenken in einem klaren, glanzfeinen Gelbgold, das direkt an klassisch-handwerkliche Märzen erinnert. Die Schaumbildung ist dabei im mittleren Bereich einzuordnen: Der weiße, feinporige Schaum wirkt kompakt, hält sich stabil auf dem Bier und hinterlässt einen gepflegten Gesamteindruck im Glas.

Der erste Eindruck wird durch die Geruchsnoten bestätigt. Es dominiert ein malziger, leicht süßlicher Duft, der sich mit milder Intensität und ohne aufdringliche Aromatik präsentiert. Die Nase bleibt angenehm ausgewogen – keine Übertreibung, keine Wucht, aber eine solide malzige Basis.

Im Antrunk wird das Schönramer Gold dann deutlich charakterstärker. Das Mundgefühl ist vollmundig und kernig, fast schon etwas satt. Wer ein Bier mit spürbarer Substanz sucht, bekommt hier einiges geboten. Die Kohlensäure ist gut abgestimmt – mittelstark, was dem Körper des Bieres genug Raum lässt, ohne schal oder träge zu wirken.

Geschmacklich bringt das Märzen ein kräftiges und intensives Profil mit. Die malzig-süßlichen Töne prägen das Trinkerlebnis über weite Strecken, ergänzt durch eine gewisse Schwere, die durchaus gewollt wirkt und dem Bier Tiefe verleiht. Besonders auffällig ist dabei, dass diese Dichte nicht überladen wirkt, sondern klar strukturiert bleibt. Es ist ein Bier, das von seiner Balance zwischen Malzbetonung und kontrollierter Bittere lebt.

Im Abgang bleibt das Schönramer Gold angenehm bitter, wobei die Alkoholnote nur minimal spürbar ist – und das trotz der mit 5,7 % Vol. relativ kräftigen Alkoholstärke. Der Nachtrunk bleibt präsent, ohne lange nachzuhängen oder schwer zu wirken. Das macht das Bier durchaus süffig, allerdings nur, wenn man eine gewisse Malzlastigkeit grundsätzlich schätzt.

In unserer Bewertung liegen wir nicht ganz auf einer Linie: Christian vergibt 6,50 Punkte – für ihn ist es etwas zu schwer und vielleicht eine Spur zu intensiv im Malzprofil. Mirco dagegen schätzt genau diese kräftige, traditionelle Machart und vergibt 8,00 Punkte. Das ergibt eine Gesamtnote von 7,25 Punkten. Das Schönramer Gold ist damit ein charakterstarkes Märzen, das sich treu bleibt und nicht anbiedert – kein leichtes Feierabendbier, sondern ein solides, ausdrucksstarkes Bier für den bewussteren Moment.

Schnellüberblick

Schönramer Gold im Geschmacksprofil

Optik

Farbe: gelbgold

Trübung: blank, glanzfein

Schaum: mittel

Geruch

Intensität: mittel

Balance: malzig, süßlich, mild

Mundgefühl

Kohlensäure: mittel

Geschmack

kräftig, intensiv, gewisse Schwere, malzig-süßlich

Schönramer Gold
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