Störtebeker Mittsommer-Wit

Bierbewertung: Störtebeker Mittsommer-Wit

Bier-Test: Wir haben das Bier "Störtebeker Mittsommer-Wit" getestet und nach unseren Bewertungskriterien beurteilt. Neben allen Informationen zur Herkunft, zum Alkoholgehalt, zur Stammwürze, zu den IBU und zu den Zutaten findet Ihr in diesem Störtebeker Mittsommer-Wit-Test unsere Bewertungen: vom Geruch des Bieres bis zum Biergeschmack. Im Ergebnis führt unsere unabhängig voneinander abgegebene Benotung zu einer Gesamtbewertung. Daraus erstellen wir eine übersichtliche Biertabelle. Hier könnt Ihr sehen, wie die einzelnen Biere im Test abgeschnitten haben. Eure Meinung ist gefragt: Bewertet und kommentiert gerne! Nun folgt unsere Einschätzung des Bieres Störtebeker Mittsommer-Wit.

Überblick: Störtebeker Mittsommer-Wit im Test

Es folgen alle Daten und Angaben über das Störtebeker Mittsommer-Wit. Sollten wir zum Alkoholgehalt, zur Stammwürze und zu den IBU keine entsprechenden Angaben gefunden haben, wird die Angabe "0.0" angezeigt.

Was der Hersteller sagt

Die Idee, Biere mit Gewürzen zu versetzen, bekamen die belgischen Brauer von ihren holländischen Nachbarn. Dort werden bereits seit mehreren Jahrhunderten Biere auf diese Weise verfeinert. In den 1950er Jahren verschwand der Bierstil für kurze Zeit. Wiederbelebt in den 1960er Jahren erfreut sich Witbier seitdem steigender Popularität. Das spritzig-aromatische Mittsommer-Wit folgt der alten Tradition und setzt dabei auf Bio-zertifizierte Rohstoffe.
https://www.stoertebeker.com/mittsommer-wit, Abruf am: 3. Februar 2022

Unsere Bewertungskriterien

  1. Schaumbildung: mittel bis viel
  2. Schaumhaltbarkeit: kurzanhaltend
  3. Geruchsintensität: schwach bis mittel
  4. Geruchsbalance: fruchtig, zitrus, süß, würzig
  5. Bierfarbe: Hell-Gelb
  6. Biertrübung: trüb
  7. Kohlensäuregehalt: mittel
  8. Geschmack: fruchtig, frisch, würzig

Bewertung

Bewertung von Christian

Also meine Güte, was eine Zutatenliste und verdammt noch eins, was sind bitte Pomeranzenschalen? Also ich kenn die Pomeranze nur vom Billard, als Queue-Spitze und die besteht zumeist aus Schweinsleder. Also ich hoffe doch sehr, dass das hier nicht gemeint ist 😉

Was erstmal auffällt ist die doch recht helle gelbe Farbe des Bieres und auch der Schaum ist sehr grobporig und schnell verschwunden. Im Antrunk merke ich eine gute Spritzigkeit und auch eine leichte Würze. Ich muss aber sagen, hier hätte ich bei den Zutaten echt mehr erwartet. Eine leicht fruchtige Note, irgendwie nach Zitrusfrüchten, kommt ebenfalls noch durch. Spätestens im Abgang merkt man eine ordentliche Säure in dem Bier. Der Abgang ist aber eher flach. Zwar sehr frisch und spritzig aber auch mild im Geschmack. Sehr sehr leicht kommt noch der Pfeffer am Ende durch.

Ich muss aber sagen, dass ich hier mehr erwartet hätte. Nicht nur, weil ich eigentlich von Störtebeker anderes gewohnt bin, sondern auch, weil hier eben eine ellenlange Zutatenliste besteht, ich persönlich davon aber kaum etwas heraus schmecke. Vielleicht liegt es an mir, aber meines Erachtens hilft eben viel nicht immer viel. Das Bier tut aber soweit auch nichts. Schmeckt nicht fies oder komisch, sondern eher sehr mild und erfrischend, fast wie ein Alkoholfreies. Ich kann hier trotzdem nur 4 Punkte geben, weil mir das im Gesamtpaket einfach nicht stimmig erscheint.

Bewertung von Mirco

Ich muss sagen, dass ich an das Mittsommer-Wit aus dem Hause Störtebeker sehr hohe Erwartungen hatte. Umso so ausgeprägter ist natürlich auch die Fallhöhe. Ich bin sehr gespannt, ob das Bier meine Erwartungshaltung erfüllen kann. Spannend ist hier nämlich, dass die Reihe der Zutaten unsere gesamte Datenbanktabelle sprengt. Wir haben es hier mit diversen (teilweise für mich unbekannten) Zutaten zutun, die ich nicht wirklich einschätzen kann.

Zunächst aber zur Schaumbildung: Ich erkenne eine deutliche Schaumbildung, sehr grob bzw. großporig, dafür allerdings äußerst instabil und sich nach kurzer Zeit komplett auflösend. Schon nach wenigen Sekunden habe ich keinen Schaum mehr im Glas, wodurch das naturtrübe, hellgelbe Bier nicht wirklich frisch aussieht. Auch der Geruch ist etwas eigenartig und erinnerte mich eher an ein leicht fruchtiges Kellerbier.

Der Geschmack bleibt überraschenderweise relativ farblos, hier hätte ich mir etwas mehr Aroma und etwas mehr „Power“ vorgestellt. Beides ist hier nicht wirklich vorhanden. Stattdessen überwiegt in jedem Fall die deutliche Säurenote, die ich bereits im Antrunk recht extrem wahrnehme. Im Haupttrunk bleibt das Bier unscheinbar und nahezu neutral (dabei übrigens durstlöschend), bevor im Abgang die Säure komplett aufdreht. Es entsteht ein sehr saurer Nachgeschmack im Mund, den ich auch nach einiger Zeit kaum loswerde.

Was ist insgesamt feststelle: Ein leicht beeriger, erdiger, moosiger Geschmack, ganz minimal getreidig und dazu extrem leicht, schlank und vor allem sauer. Jetzt kommen diese Noten ja nicht von ungefähr, denn schließlich haben wir hier absolute Bio-Qualität. Dennoch trifft es in Summe nicht wirklich meinen Geschmack, da es mir schlicht zu wenig markant ist und die Säure die Oberhand gewinnt. Das ist aber nur mein ganz persönlicher Geschmack. Ich bin mir sicher, dass wir es hier dennoch mit einem sehr guten Bier zutun haben. 3,5 Punkte von mir.

Gesamtbewertung
  • 4/10
    Christian - 4/10
  • 3.5/10
    Mirco - 3.5/10
3.8/10

Bewertungskriterien

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Benutzer-Bewertung
7.5/10 (6 Stimmen)

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1 Gedanke zu „Störtebeker Mittsommer-Wit“

  1. Den trinkt man aber auch eigentlich eher im Sommer, da kommt der noch mal ganz anders rüber als in den kalten Monaten. Ich find den eigentlich ganz ordentlich.

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